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101 Augsburg - Süd 09.12.2015

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Seite 10 Mittwoch, 9.

Seite 10 Mittwoch, 9. Dezember2015 36 Jahre STADTZEITUNG AUGSBURG/REGION Leichter Schenken Karten für 78€ inkl.Buffet, zzgl. Vorverkaufsgebühr Augsburg. Auch nach langer Suche keine Idee für ein passendes Geschenk? Der „augsburg-city Gutschein“ erspart den Käufern die Suche. Der Verkauf desGutscheins beginnt bereits am Montag, 7.Dezember, und kann in mehr als 100 Geschäften eingelöst werden. Ulrich Mayer, Vorsitzender des Innenstadtgewerbebeirates der Stadt Augsburg, berichtet: „Wir arbeiten zusammen und heißendie Gästewillkommen.“ Das neue Angebot, das zur Innenstadt-Kampagne „Und jetzt kommst Du“ gehört, soll dem Innenstadthandel auf die Sprünge helfen. Die Wirtschaftsförderung der Stadt Augsburgund dieCityInitiative Augsburgmachten denVerkauf des „idealen Werkzeugs“ möglich. Esgibt vier Gutscheine im Wert von zehn, 25, 50 und 44 Euro. Diesekönnen beider Bürger- und Touristinformation, Rathausplatz 1, sowie an der Stadtsparkasse Augsburg, Halderstraße 1-5 und Maximilianstraße 4, erworben werden. Dieser Gutschein eignet sich laut Heinz Stinglwagner, Geschäftsführer der City Initiative Augsburg (CIA), für jeden, der die „Verantwortung abgeben“ will und sich dadurch „beim Schenken sehr leicht tut“. Beim Kauf entsteht eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von 50 Cent pro Gutschein. Jeder Gutschein kann nur an einer Einlösestelle vollständig eingelöstwerden. Er wird in Geschäftendes Einzelhandels, der Gastronomie und Dienstleistungen wie Bargeld angenommen (alle Einlösestellen: www.augsburgcity.de). Die „klassische“ Variante istdreiJahregültig. Den Arbeitgeber-Gutschein in Höhe von 44Euro kann ein Unternehmen seinen Mitarbeitern als steuerfreie Zusatzentlohnung in Form eines Geschenks oder Bonus überreichen. Er wird nurdirektbei der CIA verkauft.(ap) Reisewelt24 Andreas Stetter Silvesterball – Feiern Sie mit uns! Feiern Sie den Ausklang diesen Jahres und beginnen Sie gemeinsam mit uns das Jahr 2016. Genießen Sie künstlerische Höhepunkte undfeiernSie im schönen Ambienteder Stadthalle Stadtbergen. Die passende Stimmung zum Tanzen bringt uns die Band „Sound Train“. Es erwartet Sie ein Silvesterbuffet, eine Tombola mit vielen tollen Preisenund ein Silvesterfeuerwerk. Einlass ab 19 Uhr,Eintrittinkl. Buffet 78 €pro Person, Abendkleidung DerReinerlösgehtandie Jugendarbeit der Augspurgia e.V. Veranstalter:Augspurgia e.V.,Maximilianstraße 33,86150 Augsburg Schwabens starke Seiten POLITIK / Die Bezirks-SPD beschließt auf ihremParteitag eine Langzeitstrategie bis 2025. Dabei stand nichtdie FlüchtlingsfrageimVordergrund, sonderndie Zukunftder Region. Hans Blöchl Augsburg. Die SPD Schwaben unter Führung des Augsburger Landtagsabgeordneten Linus Förster will mobil machen. Mit einer neuen Langzeitstrategie möchtesie ausihrer schwachen Position gegenüber der CSU ausbrechen und bis 2025 wieder mehr Einfluss und Gewicht gewinnen. Auf mehr als 30 Seitenwurden unterFederführung des Augsburger Abgeordneten Harald Güller die Handlungsfelder sozialdemokratischer Politik in und für die Region beschrieben und Umsetzungswege versucht aufzuzeigen. Beim Bezirksparteitag am Wochenende wurde die Strategie beschlossen. „Das Thema Flüchtlinge stand dieses Mal nicht im Vordergrund“, betont der Bezirksvorsitzende Förster mit Blick auf die Ansätze der Arbeit für die nächsten zehn Jahre. „Wir haben uns vor allem mit anderenZukunftsfragenbeschäftigt.“ Die Genossensehen in ihrem Papier durchaus, dass Schwaben eine „dynamische Region mit vielen Möglichkeiten ist“, wie einer der Hauptpunkte überschriebenist.Deshalbgreifen klassische sozialdemokratische Themen wie „Gestaltung der Arbeitswelt und soziale Sicherheit“ inländlich geprägten Gebieten wie im Allgäu nicht im selben Ausmaß wie in industriell geprägten Stadtregionen. Auch Arbeitslosenquoten, die in manchen Landkreisen quasi Vollbeschäftigung darstellen, erfordern andere politische Ansätze wienochvor einigenJahren. Es wird betont,dass gute und faire Arbeitsbedingungen stärkerinden Fokusge- Mit der rückt werden müssen. Neue Themen wie „bezahlbares Wohnen, ein sozial verträgliche Energiepolitik oder auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie“ haben laut Papier heute einen höheren Stellenwert als klassische Themen aus der Arbeitswelt.Dem will dieSPD Rechnung tragen und so auch neue Zielgruppen ansprechen. „ImMittelpunktder Mensch“ ist ein weiteres Kapitel überschrieben. Laut Förster will sich die Partei verstärkt den Anliegender Menschen unterschiedlichster Herkunft und Ausprägung widmen. Im Gegensatzzu einem Papier der Schwaben–CSU „die mehr oder minder wirr Bauprojekte aneinanderreiht“, wolle die Schwaben–SPD stärker den sozialen Zusammenhalt der Gesellschaft thematisieren, so Förster. Das betreffe die Durchsetzung der Barrierefreiheitgenauso wiedie weitere Förderung der Inklusion. Flucht und Migration werden über Jahre Thema bleiben und sind vonder Politik im Sinne einer humanen Flüchtlingsund Asylpolitik zu bearbeiten, ist hier der Leitgedanke. Die ausreichende Versorgung des ländlichen Räume sowohl was Bildung als auch Gesundheitsversorgung oder Breitbandaus- Linus Förster, Chef der Schwaben-SPD, möchte, dass seine Partei in zehn Jahren „in den Kommunen stärker istund mehr Bürgermeisterstellt“. Foto:Blöchl bau betreffen, soll ebenfalls einer der thematischen Schwerpunkte werden. In diesem Zusammenhangwirddie Stärkung der Kommunen sowohl hinsichtlich der finanziellen Ausstattung als auch der Finanzierung übertragener Leistungen als ein Schwerpunkt der kommenden Jahregefordert. Bildungschancen für alle verbessern will die Partei – sie sieht eine grundsätzliche gute, aber regional unterschiedliche Versorgung. Mehr Lehrer und kleinere Klassen sind genauso eine Forderung wie die Unterstützung außerschulischer Bildungsarbeit Auch umwelt –und naturspezifische Themen haben ihrenNiederschlag gefunden. Die Mitgliederentwicklung sieht der SPD–Chef durchaus ambivalent. „Eigentlich wachsenwir,wir gewinnenviele junge Mitglieder,auchdie Zahl der Eintritte überwiegt die Kündigungen“. Die Überalterung der Partei führt aber dazu, dass durch den Todvieler Mitglieder doch ein negativer Saldo bleibt. Schwer wiegtnachFörster auch die strukturelle Schwäche der Partei, die in einigen Regionen nicht mehr vertreten ist und auch Schwierigkeiten bestehen, beiWahlen ansprechende Kandidaten zu präsentieren. Hier will die Partei versuchen, durch gezielte Kampagnen eine stärkere Vertretungder Partei zu organisieren. Angesprochen auf die Situation in Augsburg erläutert Förster, dass die Augsburger SPD selbst nach der Wahl 2014 ein Reformprojekt initiiert habe.Ersieht sich stärkerinder Verantwortung für die anderen Gebiete im Regierungsbezirk. Organisationsänderungen, Kooperationen verschiedener Ebenen sind genauso vorgesehen wie neue Formen von Informationspolitik. Die Umsetzung der Forderungen aus „Schwaben 2025“ wird laut Förster in den nächsten Jahren in allen Gliederungen der Partei, aber auch bei den Mandatsträgern auf allen Ebenen eingefordert werden. „Nicht der Bezirksvorsitzende kann dasmachen, da istdie gesamte Partei gefordert“, betont Förster. Auf die Frage, wie ersich die Situation dann in zehn Jahren vorstellt, meint Förster durchausselbstbewusst:„Ichmöchte, dass wir in den Kommunen stärker sind, mehr Bürgermeister stellen als heute, dass wir auch in Landtagund Bundestag zumindest leicht dazu gewinnen. Vieles wird aber von den Entwicklungenauf Landes-, vor allem aber auf Bundesebene abhängen.“ die Region erleben: Kartenvorverkauf bei AZ Kartenservice, Reisewelt24 und Rathaus Stadtbergen (Oberer Stadtweg 2, Stadtbergen) oder online unter www.reisewelt24.de/events Tagesfahrt Dehner Blumenpark VERANSTALTUNGSKALENDER 2015: Weihnachtsmärkte Di., 15.12.2015 ZÜRICH AM 19.12.2015 Begleiten Sie uns, zum romantischen Weihnachtsmarkt nach Zürich. Geplante Abfahrt ca. 07:00 Uhr u. Rückkehr ca 22:30 Uhr Preis pro Person: 49,-- Euro Preiszone 1 €15,- 10.00 Uhr Schwabmünchen, Volksfestplatz 10.20 Uhr Königsbrunn, Königstherme Parkplatz P2 Preiszone 2 €12,- 10.40 Uhr Augsburg, Plärrer (Möbelhausseite) 10.55 Uhr Gersthofen, Festplatz (Haltestelle) HEILIGER BIMBAM Weihnachtsmarkt-Busreisen 2015 Fordern Sie unseren Flyer an! Preiszone 3 €9,- 11.05 Uhr Langweid, Bhst. Waage 11.15 Uhr Meitingen, Bahnhof (Kirchenseite) Fahrt nach Rain, Dehner –Ankunft gegen 12.00 Uhr Rückfahrt um 16.00 Uhr –Rückkehr um ca. 18.00 Uhr in Schwabmünchen Für mobilitätsbehinderte Menschen steht eine Rollstuhlrampe sowie im Bus ein Rollstuhlplatz zur Verfügung. Die Busse sind klimatisiert und mit modernen Fahrgastinformationsanlagen ausgestattet. WUNDERBARE WINTERREISEN Winterprogramm 2015/2016 Der neue Flyer ist da und kann jetzt angefordert werden! WÜRZBURG AM 20.12.2015 Schmecken und riechen Sie mit uns die bezaubernden Düfte und Leckereien in der traumhaften Stadt Würzburg. Geplante Abfahrt ca. 11:00 Uhr u. Rückkehr ca 21:00 Uhr Preis pro Person: 36,-- Euro INNSBRUCK AM 20.12.2015 Erleben Sie mit uns, wie schön die Innsbrucker Bergweihnacht zur Winterzeit ist. Geplante Abfahrt ca. 08:00 Uhr u. 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36 Jahre STADTZEITUNG Mittwoch, 9. Dezember 2015 Seite 11 AUGSBURG/REGION Verheerender Meister-Kater GERICHT / Ein 19-Jähriger bautnachder Feier seinesFußballvereins betrunken einen Unfall. Monika Grunert-Glas Augsburg/Aichach. WegenUnfallflucht, fahrlässiger Gefährdung des Straßenverkehrs sowie Trunkenheit im Verkehr wurde ein 19-jähriger Azubi jetzt am Amtsgericht Aichach zu weiteren neun Monaten Sperre der Fahrerlaubnis und Zahlung von 1000 Euro verurteilt. Außerdem verwarnte ihn der Richter und ordnete Urinkontrollen unter Aufsicht zum Nachweis einer drogenfreien Lebensführungan. Es war eine feuchtfröhliche Meisterfeier, auf der sich der 19-jährige Aichacher mit seinen Kameraden im Mai imSportheim eines Augsburger Fußballvereins amüsierte. Verpflegung kostenlos –daschlug er zu.Siebenbis acht Cocktails,eine Maß Bier, ein paar Tequila: Etwa zwei Promille Alkohol habe er im Blut gehabt,rechneten Ärzte später nach. Kein Wunder, dass ernicht mehr genug Verstand hatte, um, wie sonst, einen nüchternen Freund fahren zulassen, sondern sich zu später Stunde selbst ans Steuer seines Polossetzte. Bekifft am Unfallort Es kam, wie es kommen musste, erbaute einen Unfall. Mehr als 7000 Euro Fremdschaden richtete er an, als sein Auto in einen Zaun prallte. Der Wagenwar nur noch zu verschrotten. Seinem Beifahrer und ihm selbst passierte nichts. Nach dem Unfall flüchtete er. Aber er hatte sein Nummernschild verloren. Außerdem kam er am nächsten Vormittag – immer noch alkoholisiert und zudem jetzt auch noch so bekifft, dass er nicht einmal mehrauf einem Bein stehen konnte –zum „Tatort“ zurück, umsich genauer anzuschauen, was er in der Nachtangerichtet hatte. Die Polizei war auch gerade da, nahm ihn gleich fest und kassierte den Führerschein. „Ich bereue die Fehler dieser Nacht zutiefst“, versicherte der OB Gribl auf dem Städtetag Götz Beck in den Vorstand berufen Angeklagte jetzt Richter Axel Hellriegel. „Ich habe viel nachgedacht über das, was passiert ist. Ich bin heilfroh, dass niemand verletzt worden ist. Ich habe mich geändert.“ Er legte eine Bescheinigung seines Arbeitgebers vor. Seinem Meister hatte der Azubi zum Konstruktionsmechaniker seine Verfehlung gebeichtet. In dem Brief, den Hellriegel verlas, wird der 19-Jährige als sorgfältig, verantwortungsbewusst und engagiert beschrieben: „Wir glauben, es war ein Ausrutscher,und hoffen auf eine milde Strafe.“ Auch Jugendgerichtshelfer Wolfgang Nuspl wusste Gutes über den Burschen zu berichten, der noch beiseinerMutterlebt. Verteidigerin Beate Krug- Braunmiller betonte, ihr Mandant sei „kein Normfall“. Sechs Monate Fahrsperre seien ausreichend, er müsse ohnehin zur MPU, bevor er wieder einen Führerschein erhalten könne. Sie erklärte, der Schaden am Zaun seideshalb noch nicht beglichen worden, weil die Versicherung ihres Mandanten bezweifle, dass der Schaden tatsächlich beiüber7000 Euro liege. Hellriegel meinte, diese Summe seischnell beisammen, Handwerker kämen einem immer teuer vor. Er fragte nach, wie esder junge Mann denn nun mit Alkohol und Drogen halte, zumal man in seiner Wohnung Marihuana und Kräutermischungen gefunden hatte. Die Kräuter, berichtete der 19-Jährige, habe ereinmal genommenund nie wieder.Die seien, obwohl legal, „krasserals Marihuana“. Aktuell lebe er vollkommenabstinent. Staatsanwalt Marco Ottaviano betonte den „wahnsinnig hohen Schaden“ und forderte das, was Richter Hellriegel dann auch urteilte. Dieser ergänzte noch, eine besondere Nachschulungkönne eine achtwöchige Verkürzung der Fahrerlaubnissperre zur Folge haben. Augsburg. Für die Integration derAsylbewerberindie Gesellschaft fordert Augsburgs Oberbürgermeister Kurt Gribl als stellvertretender Präsident des Deutschen Städtetags eine deutlich stärkere finanzielle Unterstützung der Kommunen durch Bund und Länder. Bei seiner jüngsten Sitzung in Hamburg thematisierte der Deutsche Städtetag die Notwendigkeit, Integrationsbemühungen auf allen Ebenen möglichstwirksam zu einer gesamtgesellschaftlichen Anstrengung zu bündeln. Maßnahmen wie Sprachund Integrationskurse, Kindertagesbetreuung, Weiterbildungsangebote, Integrationshilfen in denArbeitsmarkt aber auch eine Mobilisierung für die Schaffung von ausreichend günstigem Wohnraum sind aus Sicht des Städtetags zentrale Maßnahmen der Integration. Allein der Bedarf für Integrationskurseliege für dasJahr 2016 bei geschätzt 400 000 Plätzen. „Angesichts des massiven Bedarfs indiesem Bereich, aber auch im Wohnungsbau ist eine Vollkostenübernahme sämtlicher kommunaler Integrationsleistungen durch Bund und Länder unerlässlich. Vor allem muss verhindert werden, dass Kommunen, die zusätzlichen Wohnraumschaffen,auchnoch mit den Kosten der Unterkunft belastet werden“, so Gribl. Augsburg. Premiere für Götz Beck und die Regio Augsburg Tourismus GmbH: Der Augsburger Tourismusdirektor wurde bei den Vorstandswahlen in Berlin erstmals in die Vorstandschaft des Deutschen Tourismusverbands (DTV)berufen. Beck vertritt jetzt imnationalenDachverband –als Nachfolger von Martin Spantig, Geschäftsführer der Bayern Tourismus MarketingGmbH, sowie von Klaus Holotschek, Landtagsabgeordneter und Vorsitzender des TourismusverbandesAllgäu/Bayerisch Schwaben –die gesamtbayerischen Tourismusinteressen. Dem 26-köpfigen DTV-Vorstand gehören Vertreter der Landestourismusorganisationen und der Städtemitglieder, der Kommunalen Spitzenverbände, der fördernden Mitglieder als auch DTV-Hauptgeschäftsführerin Claudia Gilles an. (pm) Das rätselhafteLoch. Vonaußen sah es zunächst recht unauffällig aus –das Loch, das vorigeWoche in der Nähedes Augsburger Standesamtes plötzlich inder Maxstraße klaffte. Doch als die Feuerwehrleute, die voneinem Passanten alarmiertworden waren,gegen 6Uhr morgens das Loch inspizierten,stelltensie fest,dassesrund zwei Meter tief und etwazweiKubikmeter groß war. Die Feuerwehr sicherte die Straße und übergabdie Einsatzstelle schließlichandas Tiefbauamt. Amtsleiter Josef Weber vermutet, dassessichumein altes Gewölbe,vielleicht um einen Zugangzueinem alten Weinkeller handeln könnte, der eingebrochenist.Früher hätten in der Straße Gebäude gestanden, in denen Wein verkauftwordensei.Diese Häuser seienaber schon vor 200 Jahren abgerissen worden. Während der Arbeitenamlochwar das Gleis der Straßenbahn gesperrt.Autos konnten die abgezäunteEinsatzstelle abereinfachumfahren. Mittlerweile ist das Lochwieder verfüllt. Werauf Höhe des Norma-Supermarktesgenau hinsieht, kann jedochnochdie Spurenerkennen. Foto: Michèle Böswald Die Posthalle als Konzertsaal? STADTRAT/DiePostbank hatihreRäume im ehemaligen Postgebäudes an der Grottenaugekündigt. Am heutigen Mittwochtrifft die Stadteine Vorentscheidung,was mit dem neuen Platzgeschieht. VonKristin Deibl Augsburg. Eigentlich lag der Stadt für das frühere Postgebäude an der Grottenau bereits eine künftige Entwurfsplanung vor. Die Postbank, die bislang im Erdgeschoss des Hauses eine Filiale betreibt, hat jedoch vor einigenMonaten den Mietvertraggekündigt. Für die Stadt heißt das zwar, dass der Entwurf nunhinfälligist.Durch die künftig leerstehenden Räume ergeben sich auch neue Nutzungsmöglichkeiten, die am heutigen Mittwoch vor dem Liegenschaftsausschuss und dem Ausschussfür Bildungvorgestellt werden sollen. Nebender Sanierung im Hinblick auf Brandschutz und Erscheinungsbild solltenachdem ursprünglichen Plan der Stadt die Postbank-Filiale wie gehabt im Erdgeschossdes ehemaligen Postgebäudes untergebracht werden. Als Ersatz für die Anmietung der Stadt in der Volkhartstraße war außerdem die Unterbringung der städtischen Ämter, des Verkehrsüberwachungsdienstes und von Teilen des Amtes für Kinder, Jugend und Familie, indem Gebäude vorgesehen. Schließlich sollte auch das Leopold-Mozart-Zentrum der Universität Augsburg dortsein Quartierbeziehen, inklusive eines kleinen Konzertsaals. „Angesichts der derzeitigenKostenberechnung mit dieser Belegungsplanung in Höhe von rund 26,5 Millionen Euro und der Option zurneuenBelegungsplanung wird diese Variante nicht weiter verfolgt“, so dieEmpfehlunganden Stadtrat in der Beschlussvorlage. Da die Postbank die Räume im Erdgeschoss des ehemaligen Postgebäudes an der Grottenau gekündigt hat, ergebensichfür die Stadt nun neue Möglichkeiten zur Belegung des Hauses. Foto:Michèle Böswald Stattdessen stellt die Vorlage verschiedene Alternativen vor und legt dem Stadtrat nahe,der Variante „Konzertsaal in der Schalterhalle“ den Vorzug zu geben. DieseNutzung der Posthalle für dieStudentendes Leopold-Mozart-Zentrums sei „im Verhältnis von Funktionalität, Kostenaufwand und Änderungsumfanggünstigzubewerten“. Gemäß einer Kostenprognose könnten sodie Gesamtkosten um vier Millionen Euro reduziert werden. Die Beschlussvorlage weist ausdrücklich daraufhin, dass auch das Leopold-Mozart-Zentrum diese Variante bevorzugen würde. Diesselbe Kostenersparnis würden allerdings auch drei andere Alternativpläne bringen, die für die Neubelegung des Hauses in Frage kommen würden. Alle drei beinhalten den Plan, das Amt für Kinder, Jugend und Familie in dasGebäude zu verlegen und so ein „Haus der Familie“ einzurichten. Die Einrichtung eines solchen Hauses im Gebäude an der Grottenau habe aber auch entscheidende Nachteile. Vorallem sei dort einfach zu wenig Platz vorhanden. Der Mindestbedarf an Flächen für das Amt für Kinder,Jugend und Familie könnte zwar realisiert werden, aber eine weitere Entwicklung des Hauses der Familie sei danach nur noch über aufwendige Maßnahmen wie eine Nutzung des Dachstuhls oder eine Überbauung der Dachterrasse möglich. Die Gutachten, dieinBezug aufBrandschutz, Wärmeschutz und Schallschutz bereits erstellt wurden, hätten zudem für eine völligneue Belegung keine Gültigkeit mehr und müssten neu beantragt werden, was wiederum zu höheren Kosten führen würde. „Die Umsetzung eines Hauses der Familie kann aufgrund der dargestellten Nachteile planerisch nicht empfohlen werden“,sodas Resumée in der Beschlussvorlage. „Es wird daher empfohlen, die Variante „Konzertsaal in der Schalterhalle“ auskonzeptionellen, strukturellen und wirtschaftlichen Gründen der weiteren Planung zugrunde zu legen.“ Schon heute werden die verschiedenenKonzepte im Liegenschaftsausschuss und dem Ausschuss für Bildung diskutiert. Kommende Wochesolldann der Stadtrat eine Entscheidungtreffen.

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