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101 Augsburg - Süd 14.12.2016

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Seite 2 Mittwoch, 14.

Seite 2 Mittwoch, 14. Dezember 2016 37 Jahre STADTZEITUNG DIE SEITE 2 Der Kalenderist da undwird verschickt WORTSCHÄTZLE / Manchmal hatman’s nicht in der Hand,muss es aber ausbaden. Stefan Gruber Der Wortschätzle-Kalender wareine rechtspontane Idee der StadtZeitung und besteht aus einer Auswahl von zwölf ausgesuchten Wortschätzla. Der Druckauftrag ging von uns rechtzeitig raus an die Druckereiund uns wurde ein Liefertermin genannt, den die Druckerei letztendlich nicht einhalten konnte. Wir wurden immer wieder vertröstet, schließlichkam er zwei Wochen zu spät beiuns im Verlagshaus am Freitag an. Sofortwurden alle Kräfte gebündelt, um die bereits bestellten und bezahlten Kalender in die vorbereiteten Kouverts zu verpacken und zu verschicken –es ist ge- Der Heiden-Kampf geht weiter PROTEST / DieAugsburger Naturschutzallianz gibt dieFlugplatzheide nochnichtauf. Augsburg. Die Naturschutzallianz haterneutandie Regierung von Schwaben appelliert, die artenreiche Flugplatzheide in Augsburg-Haunstetten nicht zu bebauen. „Trotz des Baurechtes, das von uns nicht bezweifelt wird, aber aufgrund der neueren Entwicklungen“ solle die Regierung „nochmals die Alternativen prüfen“, fordert Sprecher Günther Groß. Auf demAreal in derNähe der Universität sollen rund 80 Wohnungen für bis zu 320 anerkannte Flüchtlinge errichtet werden. Doch,soschreibendie Naturschützer ineiner Pressemitteilung: „Es habe sich seit demersten Eilantrag im Herbst 2015 einigesgeändert.“ Die Naturschützer haben bereits einen Vorschlag: Mit dem bau des Medizincampus am Klinikum werden große Flächen versiegelt, für die Ausgleichsflächen notwendig sind, argumentieren sie. „Das wäre eine gute Möglichkeit für die Regierung, die wertvolle Flugplatzheide als Ausgleichsfläche anzubieten“, fährt die Gruppe fort. „In gleichem Zuge könnte schafft. Der Wortschätzle- Kalender ist per Post auf dem WegzuIhnen. Schwoba, seids nemme grandig mit ons ond dr StadtZeitung, mr ham doa, was meglich war. Wer noch einen Wortschätzle-Kalender kaufen möchte –wir haben noch welche da – kann sie bei der StadtZeitung unter Telefon 0821/50 71-108 oder im Internet unter shop.stadtzeitung.de für 14,95 Euro bestellen. Er kann sofortmit der Postversandt werden. Wer will, der kann den Kalender auch im Verlagshaus der StadtZeitung, Langenmantelstraße 14 in Augsburg kaufen und gleichmitnehmen. die Stadt Augsburg mit einem geschützten Landschaftsteil die Heide schützen.“ „Das wäre ein Zeichen, nicht nur von einer Umweltstadt Augsburg zu sprechen, sondern entsprechend zu handeln“, appelliert die Allianz. 200 Hektar habe dieFlugplatzheide einmal umfasst, „erschreckend kleine“ vier davon sind übrig –wovon wiederum ein Fünftel mit den Wohnungen überbaut werden soll. „Wie soll der kleine Bürger noch einenRespekt vorden Belangen der Natur haben, wenn die Behörde, die von Amts wegen die Natur schützen soll, so kompromisslos das Naturschutzgesetz missachtet“, fragen Groß und seine Mitstreiter rhetorisch. Anfang November hatte die Regierung von Schwaben endgültig entschieden, die Wohnungen aufder Fläche, diedem Freistaat gehört, zu errichten. Das sei inenger Absprache mit dem Umweltministerium geschehen. Der Rest des Areals soll als Kompromiss unter Naturschutzgestellt werden. (lib) Artenschutz vor Bebauung: Die Naturschutzallianz kämpft weiter um die Flugplatzheide. Foto:oh Wegvom Helmut-Haller-Platz DROGENSZENE / Eine Trinkerstube soll den OberhauserBahnhofentlasten. Das hat nun der Allgemeine Ausschuss beschlossen. Fürdie einen ein„Meilenstein“,für die anderen nur ein„Mosaiksteinchen“. Janina Funk und MarkusHöck Augsburg. Eine raue Männerstimme grölt einen Scherz, heiseres Lachen antwortet im Chor, dazu dröhnt Heavy-Metal-Musik aus einem Lautsprecher.Die Gruppedunkel gekleideter Menschen drängt sich vor den Eingangstüren des Oberhauser Bahnhofs –wer zumZug will, muss hier durch. Der Oberhauser Bahnhof ist längstgeduldeter Treffpunktfür Augsburgs Drogen- und Alkoholszene. Viel wurde bisher im Stadtteil und in den politischen Gremien diskutiert, wie die Situation verbessert werden könnte. Einziges Ergebnis bisher: Ein Spielplatz neben dem Bahnhofsgebäude wurde aufgelöst. Der kleine Bereich steht seitdem der Drogenszene zur Verfügung, damit sie sich nicht mehr mitten auf dem Bahnhofsvorplatz trifft. Das hat im AmOberhauser Bahnhof soll eine Trinkerstube für Entspannung sorgen. Foto:Janina Funk Sommer recht gut geklappt, doch die winterlichen Temperaturen zwingen die Menschen in den Schutz des Bahnhofsgebäudes –und damit zurück in die Aufmerksamkeit der Passanten. Die eingangs geschilderte Szene ereignete sich amzweiten Adventssonntag, 17.30 Uhr, zu einer Zeit also, in der die Bahnkunden eher vereinzelt am Bahnhof eintreffen. Die Folge ist klar: Das subjektive Sicherheitsgefühl am Oberhauser Bahnhof istimKeller. Doch wie eseben soist mit dem subjektiven Sicherheitsgefühl, es hatwenigmit der Realitätzutun.Die Zahl derGewalttaten amOberhauser Bahnhof ist vergleichsweise gering und 90 Prozent dieser Gewalttaten ereignen sich innerhalb der Szene selbst, wieStefan Lanzinger, der Chef der Polizeiinspektion Oberhausen auf einem Vor-Ort-Termin im Sommer 2015 bestätigte. Geändert hat sich daran nichts. Denn eigentlich wollen die Süchtigen, die sich hier treffen, nurihreRuhe, wie imGespräch mit ihnen zu erfahren ist. „Zivilisten“, die über den Platz laufen, würden nicht angepöbelt, betont ein Mitglied der Szene –was Bettelei um Kleingeld freilich nicht ausschließt. Den für sie geöffneten Spielplatz hat die Szene entsprechend gut angenommen,nur für diekalteJahreszeit funktioniert dies eben nicht mehr. Die Stadt möchte eine Lösung schaffen und den Haller- Platz aufwerten. Dafür soll nun auch ein „alternatives Aufenthaltsangebot für die Straßenszene“ geschaffen werden. Dahinter steckt eine Art Trinkerstube, in der sich dieSzene abseits des öffentlichen Fokus treffen könnte.Dortgäbeesnur niedrigprozentigen Alkohol, Hilfe durch Sozialarbeitersowie ein medizinisches Betreuungsangebot. Die Umsetzung läge bei einem gemeinsamen Trägerverband aus Drogenhilfe Schwaben und des Katholischen Verbands für soziale Dienste SKM. Sie betreuen auch bisher die Szene mit ihren Streetworkern. Geplant war zunächst eine dreijährige Pilotphase. Danach soll sich der Stadtrat die Ergebnisse anschauen und über eine Fortsetzung entscheiden –soweit der Konzeptvorschlag der Verwaltung. Im Allgemeinen Ausschussin der vergangenen Woche war man sich plötzlich nicht mehr sicher,welchen Stellenwert eine Trinkerstube in einem Gesamtkonzept für den Oberhauser Bahnhof einnimmt: Voneinem „Meilenstein“ sprach Janina Hentschel vom Kriminalpräventiven Rat, für CSU-Stadtrat Peter Uhl ist der Szenetreff dagegen nur ein „Mosaiksteinchen“, ohne das ein Gesamtkonzept für den Haller-Platz problemlos auskomme. Seine Parteikollegen Peter Schwab und LeoDietzbetonten, siebezweifelten, dass die Szene dieses Angebot tatsächlich annehme. Nach einer Anpassung des vorgelegtenKonzepts, diePilotphasewurde aufzweiJahreverkürzt, stimmte der Ausschuss zu –gegen zwei Stimmen aus der CSU-Fraktion: Peter Schwab und Günter Göttling blieben bei ihrer Ablehnung und stellten die Wirkung einer Trinkerstube nach wie vor in Frage. Ordnungsreferent Dirk Wurm gab zu bedenken, dass es genau deshalb eine Pilotphase gebe. „Es ist ein Experiment“, sagte er. Mit dem Beschluss kann nunnach einem geeigneten Standort für den Szenetreff gesucht werden, den Wurm bis März2017 zu finden hofft. AugsburgerStudenten toben PROTEST/Fortsetzungvon Seite 1 ...Campus amKlinikum Platz finden, gab es keine konkrete Antwort. Auch nicht vom Pressesprecher der Uni Augsburg, KlausPrem. Nach Informationen der Fachschaft Lehramt sei dieLeitung der Universität überrascht über den Widerstand der Studenten, Prem dementiert das aber. „Nein, das stimmt natürlich nicht. Es wäre überraschend, wenn sich in solchen Fällen nicht stets auch Unmut oder Unzufriedenheit artikulieren würde“, schreibt Prem auf Nachfrageder StadtZeitung. „Bei räumlichen Umverteilungsnotwendigkeiten oder Neuaufteilungszwängen sind unter den Bedingungen von Raumknappheit vorläufig fast immer Kompromisslösungen erforderlich“, begründet der Pressesprecher. Dabei komme es laut Prem nun einmal vor, dass „unter Umständen vorübergehende Abstriche an gewohnten optimalen Verhältnissenabverlangtwerden“. Wohin derUmzug geht,stehe allerdings noch nicht fest. Die beste Lösung, einen Neubau aufdas Uni-Campusgelände zu setzen, wurde vomLandtag abgelehnt, angeblichweil die medizinische Fakultät ohnehin schon teuer genug und somit kein Geld mehr übrig sei. Ein weiterer Vorschlag, der vorgestellt wurde, war, Containerbauten für Büros aufzustellen und dieLehrräume zu erhalten. Diese Idee erntete tosenden Applaus, vorallem weil einStudent dazwischenrief, dass doch die Büros der medizinischen Fakultät dort einziehen sollten. Ein kompletter Umzug des Sprachenzentrums in das nahe gelegene BüroCenterMesse Gebäude (BCM), in dem die Universität bereits ein paar Seminarräume angemietet hat, ist eher unwahrscheinlich. DieTüren sind zu hellhörig, mündlichePrüfungenwären dort nicht möglich. Prem lässt wissen, dass vielleichtnur dieBüroräume des Sprachenzentrums, nicht aber dessen Lehrräume, insBCM umziehen. Der Vorschlag, eine andere Einheit, wie das Rechenzentrum,umziehen zu lassen,wurde ebenfalls ausKostengründen abgelehnt. Der Lösungsvorschlag,der momentan am plausibelsten erscheint, ist ein Umzug inden Sigma-Park. Doch genaudas wäredie schlechteste Lösung–zumindestfür die Studenten. Zwar würden die Räume vor dem Umzug komplett neu renoviert, doch ist das Gelände schlicht zu weit vom Campus entfernt.Inden 15 MinutenPause zwischen den Veranstaltungen ist es weder zu Fuß, noch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln möglich, die Strecke zwischen Sigma-Park und Uni-Campus zurückzulegen. Das wohl größte Problem ist allerdings, dass die neuen Räumenicht barrierefrei sind. „Besonders Studierende, die kurz- oder langfristig in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt sind, können diese Distanz in der hierfür vorgesehenen Zeit schlicht nicht bewältigen“,erklärt dieFachschaft Lehramt ineiner Pressemitteilung. Auch Prem räumt diese Probleme ein, und sagt, eswerde bereits an Lösungen dafür gearbeitet. Wie genau diese aussehen sollen? Diese Antwort bleibt er schuldig. Noch seiallerdings nichtsbeschlossen. Wann die Entscheidung fällt und wer diese trifft, lässt Prem ebenfalls offen. Allerdings solle sie wohl bald fallen, der Umzug soll schließlich kommenden Sommer stattfinden. Fest steht,dieser Umzugwird fast ein Viertel der Studierenden direkt betreffen, indirekt alle Studenten, die Sprachkurse belegen wollen oder müssen, somit auch alle Erasmus-Interessenten, wie die Fachschaft mitteilte. Die Studenten fürchten noch etwas anderes: „Es ist der Beginn den Campusgedanken ander Uni zuzerstören“, prophezeit ein Student auf der Versammlung. „Wir wollen kein München-Modell“, meint ein anderer. Denn das lieben die Studenten inAugsburg: einen Campus,der sich nicht über die Stadt verteilt. Die Fachschaft Lehramt und die Studierendenvertretung appellieren an alle Studenten, präsent und aufmerksam zu sein und dasThemainden Kursen anzusprechen. Sie planen Unterschriftenlisten, einen offenen Brief an den Landtag und kündigen weitere Protestaktionen an. IMPRESSUM StadtZeitung GmbH &Co. KG Langenmantelstraße 14 ·86153 Augsburg Geschäftsführung Thomas Sixta, Dr. Paul Müller Anzeigenleitung Dr. Paul Müller Chefredakteurin Print und Online Agnes Baumgartner Druck Mayer &Söhne GmbH, Aichach Gesamtauflage 285.840 Augsburg, überregionale Themen Agnes Baumgartner: ✆ 08 21/5071-250 E-Mail: abaumgartner@stadtzeitung.de Markus Höck: ✆ 08 21/5071-253 E-Mail: mhoeck@stadtzeitung.de David Libossek: ✆ 08 21/5071-258 E-Mail: dlibossek@stadtzeitung.de Janina Funk: ✆ 08 21/5071-251 E-Mail: jfunk@stadtzeitung.de REDAKTION Königsbrunn, Schwabmünchen, Bobingen, Haunstetten Natascha Höck: ✆ 08 21/5071-259 E-Mail: redaktion-sued@stadtzeitung.de Stefan Gruber: ✆ 08 21/5071-254 E-Mail: redaktion-sued@stadtzeitung.de Paartal (Friedberg, Kissing, Mering) Natascha Höck: ✆ 08 21/5071-259 E-Mail: redaktion-sued@stadtzeitung.de Neusäß, Westliche Wälder, Stadtbergen, Gersthofen, Meitingen, Wertingen Katharina Pfeilstetter: ✆ 08 21/5071-252 E-Mail: redaktion-nordwest@stadtzeitung.de Stefan Gruber: ✆ 08 21/5071-254 E-Mail: redaktion-nordwest@stadtzeitung.de Online-Kleinanzeigenannahme: www.stadtzeitung.de/anzeigen Zustellung d. 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37 Jahre STADTZEITUNG Mittwoch, 14.Dezember 2016 Seite 3 AUGSBURG Sicher ist sicher! easy wünscht ein frohes und gesundes Fest! Unsere easyAngebote: * Gingium intens 120 mg boso medicus uno Wirkstoff:Ginkgo-biloba-Blätter- Trockenextrakt Blutdruckmessgerätfürden Oberarm 120Filmtabletten ACC akut 600 mg -44,4% AVP** 89,99€ 49. 99 € 1Stück -33,3% UVP** 59,90€ 39. 95 € GELOREVOICE Halstabletten „Seltensogut angelogen“ PROZESS / JungeFrau erfand sexuellen Übergriff. ZusätzlicheBrisanz erhielt der Fall, da dasangebliche Opferdie Täter als „Südländer“ beschrieb. Nunstand diePolizistentochter vorGericht. Tina Meier LESERREPORTER auf www.stadtzeitung.de Augsburg. Zwei Männer hatten im Juni 2016 angeblich eine junge Frau in der Altstadt sexuell bedrängt. Doch der Vorfall war frei erfunden, wie die Ermittlungen ergaben. In der vergangenen Woche stand die 20-jährige Angeklagte deswegenvor dem Amtsgericht Augsburg. Wegen Vortäuschens einer Straftatmusssie nun40Sozialstunden ableisten. „Die Nervosität hält sich in Grenzen“, sagt die Angeklagte noch, als sie vor dem Gerichtssaal steht. Sie wirkt ruhig und blass, trägt Brille und einen Dutt. Ihre Mutter steht neben ihr.Dochkaumsitzt die 20-Jährige im Gerichtssaal und hört dieAnklage, fängt sieanzuweinen und wischt sich immer wieder über die Augen, schüttelt leicht den Kopf. Der Fall hatte im Sommer 2016 für Aufsehen gesorgt: Eine junge Frau,inder Altstadt sexuell bedrängt:ZweiMänner fassten ihr an die Brust, berührten sie imSchritt und würgten sie. Die Täter beschreibt sie später als südländischaussehend. Ihre Industrieschnee hat LeserFotograf Robert Dyda aus Haunstetten fotografiert. Auf www.stadtzeitung.de können auch Sie Ihre Fotos und Schnappschüsse veröffentlichen –oder über IhrenVerein, ihrHobby berichten.Registrieren Sie sich undmachenSie mit. Foto:Robert Dyda Sprachehätte sienicht verstanden. Passiert sei das ganze gegen 1Uhr nachts, als sie über den Milchberg inRichtungMaximilianstraße unterwegs war. Nach 15 Minuten sei ihr die Flucht gelungen, so die Angeklagte damals. Am nächsten Morgen gingsie zurPolizei und erstattete Anzeige –drei Tage später war klar: Alles nur gelogen. Der Kriminalhauptkommissar, der die Anzeige aufnahm, stufte das angebliche Opfer als glaubwürdig ein. Sie habe alles ruhig und schlüssig erklärt, es ergaben sich keine Ungereimtheiten. Außerdem wies sie die passenden Verletzungen zu ihrer Geschichte auf, sohatte sie Hämatome an Hals und Brust. Dass diese aber nicht von einem sexuellen Übergriff kamen, sondern von einvernehmlichen, etwas härterem Geschlechtsverkehr, zeigte sich während der Ermittlungen. Die Beamten durchsuchten das Mobiltelefon der Angeklagten und fanden einen Gesprächsverlauf bei WhatsApp mit einem jungen Mann, der nicht der damalige Freund war. Darin Wegen des 2. Feiertages am Montag, 26.12.2016, ist der Anzeigenschluss für private Kleinanzeigen und gewerbliche Anzeigen vorverlegt auf Freitag 23.12.2016, 15.00 Uhr. ■ ■ Kleinanzeigen-Hotline: 0800 /5071-333 (Anruf gebührenfrei) Onlineaufgabe: www.stadtzeitung.de/anzeigen ging es über Wochen hinweg um verschiedene Sexpraktiken. Die Ermittler suchten ihn daraufhin auf. Er habe überrascht und nervös gewirkt, so der Kriminalhauptkommissar, schilderte aber frei und offen, dass die Angeklagte am Tatabend bei ihm war und sie einvernehmlichen, harten Sexgehabthätten, ja sogarein „Safeword“ habe es gegeben. Mitden neuenErmittlungsergebnissen konfrontiert, habe die Angeklagte „pampig“ reagiert und wäre dann zum Schweigen übergegangen, so der Kommissar vor Gericht. „Ich bin selten so gutangelogen worden.“ Zu Beginn des Prozesses entschuldigt siesichbei Freunden, Familie und den Beamten, ihr Vertrauen missbraucht zu haben. Sie frage sich jeden Tag, warum sie das getan hat, und denkt daran, was sie alles kaputt gemacht hat. Sie wirkt schuldbewusst,weintund redet leise. Ihr letztes Wort im Prozess: „Es tut mir einfach nur leid.“ Die Fragewarum siedas alles getan hat, bleibt zumindest vor Gericht ungeklärt. Ihre Rechtsanwältin sagt, essei ein Motivbündel mit vielen verschiedenen Faktoren.Zum einen suchte sie vielleicht nur Aufmerksamkeit von ihrem Vater, mit dem sie nach der Scheidung der Eltern vor zehn Jahren kaum noch Kontakt hatte. Dafür spricht auch, dass sie die Anzeige in der Polizeiinspektion aufgab, inder ihr Vater arbeitet, und ihm eine Nachricht schrieb, ob er nicht kurz Hallo sagen könne. Zum anderen wollte sie vielleicht einfach nur vertuschen, dass sie ihrem damaligen Freund fremd gegangenwar und eineErklärung für die Blutergüsse brauchte. Sie selbst sagte dazu nichts. Um sich selbst besser zuverstehen, ist die 20-Jährige nuninTherapie. Das Urteil nach Jugendstrafrechtfiel letztlichmilde aus: Sie wurde verwarnt und muss 40 Sozialstunden ableisten. Da sie noch Zuhause bei ihrer Mutter wohnt und wieder zur Schule geht, um ihren Abschluss zu verbessern, muss sienur die eigenen Auslagen bezahlen,nicht die Gerichtskosten. Frohe Weihnachten! Wirkstoff:Acetylcystein 20 Brausetabletten Bronchicum Elixir 100ml Bitte PLZ eintragen -34,8% AVP** 8,10€ 5. 28 € HyaluronTagespflege Creme 50 ml (31,28 €/100 ml) -21,6% UVP** 19,95€ 15. 64 € Transpulmin Erkältungsbalsam 40 g(9,98€/100g) frei öl IntensivCreme HYDROLIPID 50 ml (21,68€/100 ml) -42,1% AVP** 6,90€ 3. 99 € -26,2% UVP** 14,70€ 10. 84 € easyApotheke -Zweigniederlassung der Apotheke an derUniversitätArnoldPagel e.K. Inhaber: ArnoldPagel Unterer Talweg 60 1/2, 86179Augsburg Tel.: 0821/543 936-30 Fax: 0821 /543 936-35 -40,0% AVP** 11,60€ 6. 95 € Gutscheinartikel! Pro Person und Einkauf ein Gutschein einlösbar.Gültig vom 01.12. bis 31.12.16 und solange der Vorrat reicht. 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StadtZeitung

102 Augsburg - West 02.03.2016
103 Augsburg - Ost 02.03.2016
104 Augsburg - Süd-Ost 02.03.2016
111 Königsbrunn 02.03.2016
112 Schwabmünchen 02.03.2016
113 Bobingen 02.03.2016
114 Augsburg - Haunstetten 02.03.2016
121 Neusäß 02.03.2016