Aufrufe
vor 2 Jahren

101 Augsburg - Süd 20.07.2016

  • Text
  • Augsburg
  • Juli
  • Sucht
  • Gersthofen
  • Stadtzeitung
  • Teilzeit
  • Telefon
  • Bewerbung
  • Augsburger
  • Region
101 Augsburg - Süd 20.07.2016

Seite 20 Mittwoch, 20.

Seite 20 Mittwoch, 20. Juli 2016 37 Jahre STADTZEITUNG AUGSBURG®ION Überfällig oder Überbleibsel? NAHVERKEHR / In Gersthofen wird eine Verlängerung derStraßenbahnlinie4diskutiert. Augsburg/Gersthofen. Ist eine Verlängerung derStraßenbahnlinie 4realisierbar? Im Zusammenhang mit der anstehenden Sanierung der Augsburger Straße in Gersthofen soll auch geprüft werden, ob einVerlaufder Linie 4von Oberhausen-Nord nach Gersthofen technisch machbar, wirtschaftlich und für Augsburgs Nachbarstadt sinnvoll ist. Eine Verlängerung der Linie 4 in die Ballonstadt wird immer wieder diskutiert. Der Gersthofer Stadtrat debattierte nun darüber, ob eine Machbarkeitsstudie zur Verlängerung der Tram für geschätzte 30 000 Euro in Auftrag gegeben werden soll. Ein Betrag, der von der Stadt Gersthofen zu tragen wäre. Der Geschäftsführer der Augsburger Stadtwerke, Walter Casazza, stellte den Stadträten zwei mögliche Linienführungen vor. Als grobe Preisschätzung nannte er pro gebauten Straßenbahnkilometer rund zehn Millionen Euro, bei einer Förderungvon 80 Prozent. Dieerste Variante siehteinen Streckenverlauf entlang der Augsburger und Donauwörther Straße mit Endhaltestelle nordwestlich des Feuerwehrhauses vor. Die zweite Variante beinhaltet einen Tramverlauf entlang derAugsburgerStraßeund Bahnhofstraße zum Gersthofer Bahnhof. Doch die Begeisterung der Gersthofer Stadträte hielt sich inGrenzen. Viele sahen vor allem ein großes Planungsproblem bei der Hauptverkehrsachse von Süd nach Nord, also in der Augsburger B17inLangzeitbelichtung. Unser LeserReporter DietmarMüller ausSchwabmünchen hatdie B17bei Oberottmarshausen fotografiert. Haben auch Sie schöne Bilder? Dann machen Sie mit und melden sich auf unserem Mitmachportal www.stadt zeitung.de an. Foto: Dietmar Müller nur 0, 25 € nur 0,59 € und Donauwörther Straße in Gersthofen. Für dieGersthofer CSUkäme eine solche Überlegung nur dann in Betracht, wenn sich „wirkliche Verbesserungen für die Mehrzahl der Gersthofer Bürger“ ergeben. „Das einzige wirkliche Übel ist die Brechung an Augsburg-Nord, aber auch bei den vorgestellten Modellen müssten viele Gersthofer Bürger nach wie vor umsteigen, dann halt im Gersthofer Stadtgebiet“, meinte Fraktionschef MaxPoppe, der in der Idee der Verlängerung lediglich „ein halbgares Überbleibsel aus Wahlkampfzeiten,das künstlich in die Länge gezogen“ werde sah. „Statt im Jahr 2016 noch ernsthaft über die Einführung einer Technik aus der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts nachzudenken, sollten wir lieber über moderne Technologien sprechen“,monierte er und prophezeite schließlich: Der zukünftige öffentliche Nahverkehr werde deutlich flexibler und individualisierter. Hierfür seidie Straßenbahndas falsche System. Zur Potenzialabschätzung der Tram-Verlängerung wäre als nächster Schritt die Beauftragung einer Machbarkeitsstudie, dann eine wirtschaftliche Untersuchung notwendig. Doch darauf konnte sich der Stadtrat nicht einigen. Mit knapper Mehrheit votierte das Gremium vorerst dagegen. Das Projekt soll in den Fraktionen aber weiter diskutiert werden. (spr/jaf) LESERREPORTER auf www.stadtzeitung.de Eröffnung: Leinenlos für Kuka WIRTSCHAFT/ Mit rund200 Gästen ist das neue Entwicklungs- und Technologiezentrum von Kuka eingeweiht worden. TrotzchinesischerÜbernahmeherrscht beim Augsburger Roboterbauer Zuversicht. Tabea Breidenbach Augsburg. Vonaußen wirktdas Gebäude fast wie eine Arche. Wuchtig und massiv ist der mehrstöckige Bau im Augsburger Osten; gebaut, umstürmische Wirtschafts-Zeiten zu überstehen. Im Inneren des neuen Haupthauses des Roboterherstellers Kuka setzt sich die Schiffsbauweise fort. Von denverschiedenen offenenEtagen beugen sich am Eröffnungstag die Mitarbeiter des Weltkonzerns wieübereine Reling. Sie haben sich versammelt, umdie offizielle Einweihung anzuschauen. Diese ist nach der Übernahme durch die chinesische Firma Midea besonders inden Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Von der „offenen Architektur“,schwärmt TilReuter,Kuka- Vorstandsvorsitzender. Die vergangenen Wochen der Übernahmeschlacht bezeichnet er als „schon sehr spannend“. Hell, neu und modern –so zeigen sich die Räume. Eine Bauweise, die zugleich richtungsweisend sein soll für die Erwartungen und Hoffnungen, wohin die Reise des Roboterherstellers in den nächsten Jahrengehen soll. Reuter gibt sich zuversichtlich, dass die sieben Jahre, die der Investorenvertrag mit Midea läuft, genügend Zeit seien, um sich weiterzuentwickeln. Dann könne manso„stolz sein wie wir es heute sind“, verkündet Reuter. Wichtig sei, dass „wir unser Ding weitermachen können“ –und dies hätten die Die Mieter dürfen bleiben–vorerst KULTURPARK/Die Stadt gewährtden Mietern des KulturparkWest einenzweijährigen Bestandsschutz. An deren sukzessiven Umzugauf das Gaswerk-Arealändertdas jedoch nichts. KristinDeibl Augsburg. Der Pachtvertrag zwischen der Stadt Augsburg und den Künstlern des Kulturpark West wird wiegeplantzum 31. Juli 2017 enden. Allerdings soll den Kulturschaffenden aus dem Reese-Areal ander Sommestraße ein zweijähriger Bestandsschutz eingeräumt werden. Geplant sei eine kommunale Verwaltungsstruktur –angesiedelt beim Kulturreferat/Wirtschaftsreferat, teilt der Kulturpark auf seiner Internetseite mit. Diese übernehme die Vermietung und Verwaltung der drei Gebäude an der Sommestraße für ein Zeitfenster von Neueröffnung *Nur Solange der Vorrat reicht mit Deutsche Post Edisonstr.12 86199 Augsburg (Göggingen) *Nur Solange der Vorrat reicht www.hei-ma.de https://www.facebook.com/heima.asiasupermarkt Klassischer Kuka-Roboter: Künftig soll das Sortiment erweitertwerden. Wuchtig und massiv ist der neue Bau der Kuka-Zentrale. Vonden Etagenherab, diewie Decks anmuten, verfolgten die KUKA-Mitarbeiter die Eröffnung. Fotos:Tabea Breidenbach Altmetall-Ankauf! Sofort Bargeld! Macht Ihr Metall zu Geld Rohstoffhandel Containerdienst Augsburg-Inningen, Wasserturmstr. 51 oder Einfahrt NETTO, Tel. 0821/65084-70 www.patamu-augsburg.de Chinesen zugesichert, ebenso wie den Erhalt der rund 12 000 Arbeitsplätze weltweit und die Unabhängigkeit der Standorte bis 2023. Obwohl Midea inzwischen weit mehr als die Hälfte der Aktien hält, sei der Neubau ein klares Bekenntnis zum Standort Augsburg, soder Tenor an diesem Tag. Was die Redner allerdings zu vergessen scheinen: Im Zuge der Planung vor etlichen Jahren hat wohl noch niemand an eine mögliche chinesische Übernahme gedacht. Optimismus versprüht auch der Vortrag von Günther Oettinger, EU-Kommissar für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft: Er sei zuversichtlich, dass Fach- und Sachkompetenz in diesem Gebäude auch noch in zehn Jahren gehalten werden können. Kuka sei schließlich immer eine Innovationsfirma gewesen und bei den drei großen Themen „Globalisierung, August 2017 bis 2019/2020 und solle gleichzeitig den Übergang ins Gaswerk managen. Denn dorthin sollen die Kulturschaffenden letztlich umgesiedelt werden. Vorrang hat aber zunächst das Theater, das auf dem Gaswerk-Gelände eine Ersatzspielstätte für das Große Haus bekommen soll, während dieses saniert wird. Die Künstler des Kulturparks hatten sich zum Teil vehement gegen ihre Umsiedelung zur Wehr gesetzt. Mehr als 11 000 Unterschriften wurden unter dem Motto „Kulturpark lebt. nützt. bleibt“ gesammelt. Die Künstler fürchteten, dass die Gemeinschaft, die im Kulturpark über die Jahre gewachsen ist, zerstört würde. Andem geplantenUmzug hat die Unterschriftenaktion nichts geändert. Zumindestdürfen die Kulturschaffenden aber nun vorerst auf dem Reese-Areal bleiben. „Die Häuser sollen nicht abgerissen, sondern für eine Zeit von circa drei Jahren erhalten und von der Stadt an die verbleibenden Nutzer vermietetwerden“, erklärt der Kulturpark. Dazu werde esimAugust eine Begehung geben, die den Nutzungszustand für eine Verlängerung begutachtet. Ende Oktober 2016 solle es dann einenStadtratsbeschlussgeben, der allen jetzigen Mietern einen zweijährigen Bestandsschutz mit einjähriger Kündigungsfrist gewähre. Der Kulturpark gab diese Informationen anscheinend ohne Absprache mit der Stadt auf seiner Internetseite bekannt. Stefan Schleifer vom Kulturreferat der Stadt Augsburg bestätigte allerdings auf Anfrage, dass angedacht sei, den Mietern eine Verlängerung von zwei Jahren zugewähren, da nicht alle Räume auf dem Gaswerk-Gelände rechtzeitig fertig würden. Beschließen müsse dasletztlichder Stadtrat, OB Kurt Gribl steheaberzuseinem Wort, dass keiner der Künstler auf der Straße stehen würde.Geplantsei, dass ein Teil der Künstler bereits zum Ende des Mietvertrags umziehe, die anderen Kulturschaffenden sollen dann sukzessive folgen. Trotz des Bestandsschutzes Tägl. 8bis 19 Uhr Ernte-Info: Tel. 08236/1518 Automatisierung und Digitalisierung mittendrin“.Dank Kuka sei Europa vorn bei Robotern, frohlocktOettinger. „Der Bau des Entwicklungsund Technologiezentrums ist ganz klareine Investition in die Zukunft. Unser Traditionsstandort Augsburg ist die Basis unseres globalen Erfolges“, erfährtman noch vonReuter.Das begeistert auch Ilse Aigner, die bayerische Wirtschaftsministerin, welche sich inihrer Rede freut,essei „ein Ausweis höchster Qualität, dass inBayern investiertwerde“. Nach einer Bauzeit von rund zwei Jahren konnten die ersten Mitarbeiter pünktlich zum Jahresende 2015 an Bord des neuen Mutterschiffs gehen. Auf einer Fläche von39000 Quadratmetern werde ihnen der passende Raum geboten, ummit „viel Kreativität und Erfindergeist und in Zusammenarbeit weitere Innovationen und Produkte vonmorgenzugestalten“, so der Wunsch desRoboterherstellers. Wiedie Redner ihren persönlichen Wunschroboter beschreiben würden, fragt die Moderatorin. Während Oettingerin40Jahren einen Pflegeroboter möchte, der ihn aus dem Bett hebt, wünscht sich Aigner einen Roboter,der ihr dasFensterputzenabnimmt. Tatsächlich hofft Kuka, zusammen mit dem Haushaltsgerätekonzern Midea, neue Märkte zu erschließen, unter andereminden Bereichen Sensorik, Pflege und Medizin – auf zu neuenUfern also. bleiben bei den Künstlern des Kulturparks einige offene Fragen und Probleme im Hinblick auf die Unterbringung auf dem Gaswerk-Areal. So sei etwa die Verhandlungskommission der Kulturparknutzer übereinstimmend der Meinung, dass die Kaltmiete von fünf Euro plus Nebenkosten und Verkehrsflächenumlage für die Kreativen nicht aussagekräftig ist. „Sie brauchen zum Kalkulieren den Mietendpreis,nur dann können sie entscheiden.“ Auch die Forderungder Stadt,nur an „Augsburger Kreative“ zu vermieten, wird von der Kommission kritisiert. Im Moment kämen lediglich 50 Prozent der Nutzer aus dem Großraum Augsburg. Ebenso seien die aktuell geplanten Raumgrößen zwischen 25 und 50 Quadratmetern, für die Nutzer zugroß und nicht bezahlbar. Die Künstler fordern bis zum Beschluss durch den Stadtrat, diese offenen, für sie entscheidenden Fragen zu klären. Süßkirschen Heidelbeeren Sauerkirschen ab 22.07. Sonntags geschlossen! Hauptstraße 32 86514 Ustersbach Tel. 08236/15 18

StadtZeitung

102 Augsburg - West 02.03.2016
103 Augsburg - Ost 02.03.2016
104 Augsburg - Süd-Ost 02.03.2016
111 Königsbrunn 02.03.2016
112 Schwabmünchen 02.03.2016
113 Bobingen 02.03.2016
114 Augsburg - Haunstetten 02.03.2016
121 Neusäß 02.03.2016