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101 Augsburg - Süd 22.06.2016

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101 Augsburg - Süd 22.06.2016

Seite 2 Mittwoch, 22.

Seite 2 Mittwoch, 22. Juni 2016 37 Jahre STADTZEITUNG DIE SEITE 2 12 000 Unterschriften fürsStadttheater ÜBERGABE / Sanierungs-Befürworter setzen Zeichen, die Gegner übenneuerlichKritik. Augsburg. Der Vorhang bleibt zu: ImGroßen Haus des Theaters fand am Sonntag die letzte Vorstellung vor der brandschutzbedingten Schließung statt. Die Befürworter nutzten die Gelegenheit, um publikumswirksamauf ihre Meinung hinzuweisen. Die Initiative „Theater modern“ übergab am Ende der Vorstellung 12000 Unterschriften an Oberbürgermeister Kurt Gribl im Theater- Foyer. „Diese Unterschriften sind nicht nur ein klaresBekenntnis aus der Stadtgesellschaft zur Theatersanierung. Sie sind auch eine deutliche Aufforderung an die politischeSeite,die Förderzusage von 107 Millionen Eurodurch den Freistaatzu nutzen und jetzt endlich mit der Sanierung zu beginnen“, beurteilte OB Gribl die Unterschriftenübergabe. Er istüberzeugt,dassder von den Sanierungskritikern eingeforderte Bürgerbeteiligungsprozess wichtige Erkenntnisse für die Zukunft der Augsburger Theaterlandschaft gebracht habe.„Die wichtigste ist, dass viele Bürgeran,ihrem’Theater als selbstverständliche Einrichtung in einer Kulturstadt wie Augsburg festhaltenwollen.“ Die Gegner der geplanten Sanierung, namentlich die InitiativeKulturelle Stadtentwicklung (IKSA), schätzen den Beteiligungsprozess völlig anders ein: „Die Bürgerbeteiligung sollte vorallemauchdiejenigenerreichen, die bishernur selten oder niedas Theatergenutzt haben– alsodie mehr alsüberwiegende Mehrheit derBevölkerung. Dieses Vorhaben ist komplett gescheitert“, schrieb die IKSA in einer Pressemitteilung. Auch inhaltlichhabeder Prozess sein Ziel verfehlt. „Durch die Vorgabe der in den wesentlichen Bestandteilen (Finanzierung, Bauplanung, Standort, Großes Haus) als alternativlos dargestellten Sanierungspläne wurde die Diskussion über eine grundsätzliche Neukonzeption der Angebots- und Organisationsstruktur des Theaters abgeblockt“, kritisiert die IKSA. Die Bürgerbeteiligung sei„eine teure Alibiveranstaltung, die der vorliegenden Planung einen partizipativen Touch ,breiter Zustimmung’ verleihen sollte“. Nichtsdestotrotz streckt Gribl ihnen noch einmal die Hand entgegen und fordert sie auf, sich „für das bestmögliche Theater der Zukunft in Augsburg zu beteiligen“.(mh) Flucht und Vertreibung. Bedenkenlose Landnahme im Golfkrieg,sonennt Pit Kinzer dieseFotoarbeit,die im Zuge derAusstellung „Neue Welten –Auf der Flucht“ in der Galerie Noah zu sehen ist. Noch bis Donnerstag, 30. Juni, sind im3.und 4. Stock des Glaspalastes an der Amagasaki-AlleejeweilsdreiArbeiten der insgesamt zehn jurierten Künstler zu besichtigen, die sich mit dem Thema der Flucht beschäftigen. DemAufruf zurBewerbung für dieAusstellung waren 100 Künstler aus Augsburg und ganz Bayerisch- Schwaben gefolgt. Eine Jury einigte sich auf zehn Kunstschaffende aus den Bereichen Grafik-Design, Illustration, Malerei, Zeichnung, Druckgrafik,Fotografie undCollage. Foto:Pit Kinzer,Galerie Noah Der letzteVorhang im Theater Augsburg ist nach derumjubeltenAufführung der Donizetti-Oper „Der Liebestrank“ am Sonntaggefallen.Nun istvorerst „fine“–Ende –mit demSpielbetrieb im Großen Haus desTheatersAugsburg, derimJahr2022 nach einer sechsjährigenSanierungwieder aufgenommenwerden soll –sodie Planungen. DenaktuellenStand der Suche nach einer Interimsspielstätte für die kommende Saison präsentierte Kulturreferent Thomas Weitzel amDienstag imKulturausschuss. Das Ergebnis dieser Sitzung stand bisRedaktionsschluss noch nicht fest. Foto:StefanGruber Zwei Baugebietegegen. .. BAUAUSSCHUSS / Fortsetzung vonSeite 1 ...und Baulücken–Vorrangzu gewähren. Angesichts des Bevölkerungszuwachses hat man sich davon nun verabschiedet, denn derPlatz aufdiesen innerstädtischen Arealen würde lediglich für 12 000 Wohneinheitenreichen undsomit maximal den Bedarf der nächsten zehn Jahre abdecken, rechnete Merkle vor. Zumal zahlreiche Flächen in Privatbesitz seien. In den Außenbereichen ergeben sich demgegenüber insgesamt rund 358 Hektar, etwa 14300 Wohneinheiten könnten dort geschaffen werden, soschätzt die Stadtverwaltung. Vondiesen Außenflächen ist das Gebiet westlich der Radegundisstraße das umstrittenste. Manhabeandieser Stelle „Biotop-Charakter“, sagte Bozoglu, der sich kurz darauf von CSU- Stadtrat Leo Dietz maßregeln lassen musste, ersolle die Auswertung der Stadtverwaltung nicht in Fragestellen. Doch diese änderte im Zuge der Sitzung selbst ihre Meinung – nach Rücksprache mit dem Geodatenamt und einigenNeben-Diskussionen mit durch denRaum kreisenden Stadträten. „Alsodoch?“,zeigtesichBauausschuss-Vorsitzender Stefan Quarg überrascht. „Wenn der Bereich tatsächlich im Landschaftsschutzgebiet liegt, haben Hier soll bald gebaut werden könntendorteinmal leben. Wer in mittelferner Zukunft in die Häuser inden Außengebieten einziehen soll, auch darüber gingen die Meinungen imBauausschuss auseinander. „Wir brauchen auch teure Wohnungen, nicht nur Sozialen Wohnungsbau. Ich kann es bald nicht mehr hören“, empörte sich Hedwig Müller (CSU). Ob denn die Chefärzte der Uniklinik in Neusäß wohnen sollten, fragte sie bissig. „Es ist doch nicht so, dass wir keine Neubaugebiete für Gutverdiener haben“, erwiderte Volker Schafitel (Freie Wähler) und forderte: „Wir brauchen vor allem günstiges Wohnen“; während Florian Freund (SPD) vor einem „Reichenghetto“ inRadegundis warnte und sich für eine „durchmischte Bevölkerung“ aussprach. Eine Entlastung für denWohnungsmarkt werden die Gebiete ohnehin noch lange nicht sein. Von mindestens fünf bis zehn Jahren Planungszeit geht die Stadt für dasgroße Arealim SüdwestenHaustettens aus. Am Anfang stehen nun erst einmal Verhandlungen mit über 100 Grundstückseigentümern. Und südlich von Radegundis ist naturschutzrechtlich womöglich das letzte Wort noch nicht gesprochen. Sofort realisierbar •Reese-Kaserne (Kriegshaber), 600 Wohneinheiten (WE). •Friedrich-Ebert-Siedlung (Göggingen),470 WE. •Prinz-Karl-Viertel (Hochfeld),280 WE. •Äußere Ladehöfe (Innenstadt), 250 WE. •Südliche Bürgermeister- Rieger-Straße (Haunstetten), 100 WE. •Georgenstraße (Innenstadt), 65 WE. •Metzgerei Reiter (Pfersee), wir eine andere Rechtslage“, stellte der SPD-Mann fest. Sein Vorschlag: Radegundis bis zur nächsten Stadtratssitzung zurückzustellen und sich die Gegebenheiten noch einmal vor Ort anzuschauen. Erst abzustimmen, wenn es Klarheit in derNaturschutz-Frage gibt, beantragten schließlich die Grünen. Doch die Mehrheit der Räte folgtediesem Vorschlagnicht und beauftragte stattdessen die Verwaltung, erste Schritte für ein Baugebiet einzuleiten. Tätig werden darf die Stadtverwaltung auch auf dem Gelände Haunstetten-Südwest, so 50 WE. •Kaltenhoferstraße/Donauwörther Straße (Oberhausen), 40 WE. In ein bis fünf Jahren realisierbar • Nestackerweg (Pfersee), 500 WE. •Martini-Areal (Innenstadt), 350 WE. •Singoldstraße/Wernhüterstraße (Lechhausen), 300 WE. •Innereund Mittlere Ladenhöfe (Innenstadt), 250 WE. der zweite Beschluss der Sitzung. Dort stehen 200 Hektar zur Verfügung –soviel wie auf allen alten Kasernenflächen im Stadtgebiet zusammen. Sozialer Wohnungsbau – „Ich kann es bald nicht mehr hören“ Ein erster Entwurf geht von Wohnhäusern imOsten, einem „Grünkorridor“inder Mittedes Areals und einem Gewerbegebiet im Westen aus. Als Puffer zur B17 ist ein weiterer Grünstreifen angedacht. Zwischen 8000 und 12 000 Menschen Stadtsparkasse schließt Filialen WIRTSCHAFT / Zwölf Geschäftsstellen werden in Augsburgund Friedbergzusammengelegt. Schuld ist der Bank zufolgedie Digitalisierung. Augsburg. Die Stadtsparkasse wird mehrere Filialen schließen. Künftig wird esimGebiet der SparkasseAugsburg 57 statt wie bisher 65 Standorte geben– unterteilt in 31 Geschäftsstellen, acht SB-Center, 18 Geldautomatenstandorte. „InZeiten der Digitalisierung haben sich die Gewichte zwischen stationärem, mobilem und medialem Vertrieb inklusive Beratung verschoben“, heißt es in der Pressemitteilung der Diese Filialen fallen in Augsburg weg Antonsviertel Die Filiale Eichleitnerstraße wird indie Geschäftsstelle im Prinz- Karl-Palaisintegriert. Göggingen Ost Wird in Göggingen Mitteund Prinz-Karl- Palaisintegriert. Bergheim Wird an GöggingenMitte angeschlossen. Inningen Wird ebenfalls in die Geschäftsstelle GöggingenMitte integriert. Lechhausen Die Geschäftsstelle ander Blücherstraße wird an die Filiale am Schlössleangeschlossen. Hochzoll Die Geschäftsstelle Friedberg West wird an die Filiale Hochzoll Mitte angegliedert. Bank. Daher habe man eine „Aktualisierung der Standortpolitik“beschlossen. Konkret bedeutet dies, dass innerhalb der nächsten drei Jahrezwölf Geschäftsstellenmit Nachbarfilialen zusammen gelegt werden. Eine „Bündelung der Kräfte“ nennt das die Sparkasse. Sechs Geschäftsstellen würden zu drei „SB-Centern und drei Geldautomatenstandorten“ umgewandelt. Betroffen sind die Filialen im Antonsviertel, in der Blücherstraße, in Göggingen-Ost, Bergheim und Inningen. Die Geschäftstelle Friedberg West wird anHochzoll Mitte angegliedert. In der Maximilianstraße soll 2017 ein neuer Standort eröffnet werden –für die Abteilung PrivateBanking. Appstatt Bankbesuch Schuld an der Entwicklung sei die Digitalisierung – und folglich der Kunde selbst. Auf einen Besuch in der Geschäftsstelle kommen fast 200 Kontakte überdie Sparkassen-App und über 100 Besuche in der Internetfiliale, rechnet dieSparkasse vor. Natürliche Fluktuation Undwas istmit denMitarbeitern? „Betriebsbedingte Kündigungen wird es nicht geben“, schreibt die Bank. Ein Stellenabbauerfolge –imRahmen der natürlichenFluktuation. (jaf) IMPRESSUM StadtZeitung Werbeverlag und Reisebüro GmbH &Co. KG Konrad-Adenauer-Allee 11 ·86150 Augsburg Geschäftsführung Thomas Sixta, Dr. Paul Müller Anzeigenleitung Dr. Paul Müller Chefredakteurin Print und Online Agnes Baumgartner Druck Mayer &Söhne GmbH, Aichach Gesamtauflage 268.561 Augsburg, überregionale Themen Agnes Baumgartner: ✆ 08 21/5071-250 E-Mail: abaumgartner@stadtzeitung.de Markus Höck: ✆ 08 21/5071-253 E-Mail: mhoeck@stadtzeitung.de David Libossek: ✆ 08 21/5071-258 E-Mail: dlibossek@stadtzeitung.de Janina Funk: ✆ 08 21/5071-251 E-Mail: jfunk@stadtzeitung.de REDAKTION Königsbrunn, Schwabmünchen, Bobingen, Haunstetten Natascha Höck: ✆ 08 21/5071-259 E-Mail: redaktion-sued@stadtzeitung.de Stefan Gruber: ✆ 08 21/5071-254 E-Mail: redaktion-sued@stadtzeitung.de Paartal (Friedberg, Kissing, Mering) Natascha Höck: ✆ 08 21/5071-259 E-Mail: redaktion-sued@stadtzeitung.de Neusäß, Westliche Wälder, Stadtbergen, Gersthofen, Meitingen, Wertingen Katharina Pfeilstetter: ✆ 08 21/5071-252 E-Mail: redaktion-nordwest@stadtzeitung.de Stefan Gruber: ✆ 08 21/5071-254 E-Mail: redaktion-nordwest@stadtzeitung.de Online-Kleinanzeigenannahme: www.stadtzeitung.de/anzeigen Zustellung d. 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37 Jahre STADTZEITUNG Mittwoch, 22. Juni 2016 Seite 3 AUGSBURG Gefährliche Steuerschraube KOMMUNALES/Vereinigung der Bayerischen Wirtschaftwarnt voreiner Erhöhung der Gewerbesteuer.KonkreteKritik an Augsburgbleibtaus. Markus Höck Augsburg. Es geht wieder um die Gewerbesteuer: Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft vbw hat sich schlau gemacht und die Hebesätze in den bayerischen Regierungsbezirken mit dem Rest der Republik verglichen. Schwaben schneidet dabei auffallend gut ab. Bundesweit gebe es einen schleichenden Trend zu immer höheren Hebesätzen, berichtet Philipp Erwein Prinz von der Leyen, Vorstandsvorsitzender der vbw-Bezirksgruppe Schwaben. Ganz andersinBayern, wo die „Hebesatzlandschaft“ günstigsei –mit Ausnahme der großenStädte. Tatsächlichhat Augsburg seinen Hebesatz erst Anfang des Jahres auf 470 Punkte erhöht und rangiert damit in Bayerisch-Schwaben einsam an der Spitze. „Eine Hochsteuerpolitik in der Gewerbesteuer istunvernünftig und wirft uns im internationalen Steuerwettbewerb zurück“, stellt von der Leyen fest. Doch konkrete Kritik an der Augsburger Vorgehensweise will er nicht üben, stattdessen hat er einen Ratschlag: Kommunen sollten „mit zielgerichteter Hebesatzpolitik und Investitionen in Standortqualitäten ihre Attraktivität für Unternehmen deutlichsteigern“. Eigentlichläuft dasinBayern, insbesondere inSchwaben gut. Durch das moderate Besteuerungsniveau ist das Gewerbesteueraufkommen im Freistaat und in Schwaben überdurchschnittlich gewachsen. „Bayernweit am erfolgreichsten sind die Kommunen, die ihren Hebesatz gesenkt oder zumindest nicht geändert haben. Dort haben sich die Einnahmen am besten entwickelt“, beruft sich von der Leyen auf die vbw-Erhebung. Die Notwendigkeit des guten Zusammenspiels von Unternehmen und Kommunen betont Markus Partik, Geschäftsführer derSGL Carbon.„Für die Standortqualität in einem produzierenden Gewerbe, wie es die SGL Group am Standort Meitingen betreibt, sind vor allem Faktoren wieeine gute Verkehrsanbindung, Versorgungssicherheit und eine gute Partnerschaft mit der Kommune entscheidend.“ Die Höhe der Gewerbesteuer spiele natürlich auch eine Rolle.Mit dem Hebesatz am Standort Meitingen könne er aber gutleben und arbeiten. Lageist entscheidend Einen etwas anderen Blickwinkel auf das Thema Gewerbesteuer hat Michael Wörle, Bürgermeister der Stadt Gersthofen. Er kümmert sich inseiner Kommune selbst um die Wirtschaftsförderung und ist überzeugt, dass indieser Frage zwischen Bestandsunternehmen und Neuansiedlungen differenziert werden müsse. Den Hebesatz hält er bei Neuansiedelungen nicht für den ausschlaggebenden Faktor. Gersthofen hat imvergangenen Jahr 20 Millionen Euro aus der Gewerbesteuer eingenommen. Für 2016 rechnet Wörle mit einem Plus von 20 Prozent an Gewerbesteuereinnahmen in seiner Stadt. Das liegt aber nicht an einer Erhöhung des Hebesatzes.Der liege schonseit Jahren bei 360 Punkten, so der Bürgermeister. Verantwortlich sei ein Zuzug anUnternehmen und dafür gebe es einen einfachen Grund: die Lage Gersthofens am Schnittpunkt der Autobahn A8 mit den BundesstraßenB2und B17. „Die Lage ist entscheidend“,stellt Wörle fest. Er zeigt auch Verständnis für den Augsburger Nachbarn. Eine Kommune habe Pflichtaufgaben zuerfüllen und Augsburg müsse dafür mehr Geld ausgeben als kleinere Kommunen wie etwa sein Gersthofen, warb er dafür, nicht jede Erhöhung automatisch zu verteufeln. Er sieht die zentrale Herausforderung für wirtschaftsfördernde Kommunen in der Verfügbarkeit von Flächen und einer schnellen Umsetzung der behördlichen Schritte. „Darüber hinaus dürfen die ,weichen Standortfaktoren’ wie Lebensund Aufenthaltsqualität,soziale Infrastruktur und umfassende Bildungsangebote nicht unterschätzt werden“,erinnertWörle. Im Durchschnittliegt der Hebesatz in Schwaben bei 344 Punkten (Stand 2015) und das ziemlichstabil,extreme Ausreißer fehlen laut von der Leyen weitgehend. „Wir müssen die vergleichsweise günstige Hebesatzsituation in Schwaben als Standortvorteil unbedingt bewahren und die Standortqualitäten insgesamt weiter entwickeln“, lautet der Appell des vbw-Manns in Richtung Kommunen. Stadtberger votieren gegenGewerbegebiet Die Rückkehr der Flussgötter. Berufsfeuerwehrmann Friedhelm Bechtel montiert eine mit einem Eichenlaubkranz gekrönte und mit einem Fischernetz umhüllte Figur –den Brunnenbach. DiesespektakuläreSzene konnte manvergangene Wocheauf dem RathausplatzinAugsburgsehen.Nebendem Brunnenbach wurden auch diezweiweiteren Flussgötter Wertachund Lech vonder Berufsfeuerwehr Augsburg in einem einstündigen Einsatz auf dem Beckenrand des Augustus-Brunnen platziert. Eine württembergische Spezialwerkstatt hatte die Kopien der 500 Jahre alten Bronzefiguren gefertigt. DieOriginale musstenaufgrundder Beschädigungsgefahr enferntwerden.Die ursprünglichamAugustus-Brunnen stehenden Bronzefiguren können nun imViermetzhof im Maximilianmuseum bestaunt werden.WeitereBilder vomAufbaugibtesunter www.stadtzeitung.de. Foto: Elisabeth Mezler Lochinder Kasse FINANZEN / 38,1Millionen EuroDefizit im Haushaltder Stadt 2015.Vor allemmit Gewerbesteuer-Ausfällen hat Augsburgzukämpfen. Augsburg. Die Stadt Augsburg schließtdas Haushaltsjahr 2015 mit einem Defizit von 38,1 Millionen Euro. Dies wurde am Montag in der Sitzung des Finanzausschusses bekanntgegeben. Vor allem mit Gewerbesteuer-Ausfällen hat die Stadt zu kämpfen. Sie allein summieren sich auf 35,4 Millionen Euro. Finanzreferentin und Zweite Bürgermeisterin Eva Weber(CSU) gab jedoch zu bedenken, dass derFehlbetrag lediglich vier Prozent des gesamtenHaushaltsvolumensausmache. Nichtsdestotrotz muss das Defizit ausgeglichen werden. Für den Haushalt 2016 wurde eine Rücklagevon 16 Millionen Die Spannung steigt –fiebern Sie mit! Sportliche Angebote* aus Ihrer easyApotheke. Euro gebildet. Ein weiterer Teil des Fehlbetrages soll im Nachtragshaushalt 2015 ausgeglichen werden. Das Defizit von 38,1 Millionen Euro setzt sich zusammen aus 8.6 Millionen Euro imVermögenshaushalt und 29,5 Millionen Euro im Verwaltungshaushalt. (mh/kd) BÜRGERENTSCHEID / Es wird vorerstkein neues Industriegebiet entlang derB300 geben. Bündnis „Natürlich-Nah-Dran“zeigtsichzufrieden. Stadtbergen. 64,38 Prozent der Stadtberger stimmten nun für einen Stopp der Planungen für ein neues Gewerbegebiet entlang der B300. In absoluten Zahlen waren es 3344 derabgegebenen Stimmen, die sich gegen eine Ausweisung der etwa 20 Hektar großen Fläche, die seit Anfang der Achtzigerjahre im Flächennutzungsplan als Gewerbefläche eingetragen ist, entschieden. Bürgermeisterenttäuscht Die Frage des Bürgerentscheids lautete:„Sind Sie dafür, dass auf die Ausweisung eines Gewerbegebietes südlich der B300 verzichtet wird und alle diesbezüglichen planerischen Maßnahmen durch die Stadt Stadtbergen beendet werden?“. Das Quorum von den mindestens geforderten 2238 Ja-Stimmen(1850 Bürgerstimmtenfür „Nein, also befürworteten damit die Weiterführung der Planungen) wurde demnach locker erfüllt. Von den insgesamt 11452 stimmberechtigten Wählern gingen 5202 Bürger (45,42 Prozent) zur Wahl. Für den Stadtberger SPD-Vorsitzenden DieterFrommist dies dasabsolute „Wunschergebnis“: „Ich freue Freuen sich über das gute Ergebnis des Bürgerentscheids: Die Vertreter des Bündnisses „Natürlich-Nah- Dran“(vonlinks) Paul Reisbacher (Grüne/Bund Naturschutz), Dieter Fromm, Roland Mair und Rolf Dittrich vonder SPD. Foto:Ingrid Strohmayr Kellerabdichtung · Sperr- u. Sanierputze - schnell · dauerhaft · preiswert Wohnklimaplatten gegen Schimmel und Kondensfeuchte VEINAL ® -Kundenservice ·www.veinal.de kostenloses Info-Telefon 0800/8346250 Beispielsweise: GeruÈst bis 6 mHoÈhe DM 1,- pro m 2 Kostenlose Beratung anfordern! Br ab Altdachumdeckung Neueindeckung ´Dachreparatur Alles aus einer Hand von MEISTERHAND! Wir sagen Ihnen vorher, was Sie hinterher bezahlen muÈssen. Garantierte Festpreisebei sofortiger Bestellung ! Ruf u. Fedder Wagner GbR GmbH ´ Inh. 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AVPs und UVPs entsprechen dem aktuellen Stand bei Druckschluss. easyApotheke -Zweigniederlassung der Apotheke an derUniversitätArnoldPagel e.K. Inhaber: ArnoldPagel Unterer Talweg 60 1/2, 86179Augsburg Tel.: 0821/543 936-30 Fax: 0821 /543 936-35 AVP** 18,23€ 9. 10 € Haunstetten http://augsburg.easyapotheken.de augsburg@easyapotheken.de Mo-Fr 9:00-19:00 Uhr Sa 9:00 -18:00 Uhr

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