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101 Augsburg - Süd 23.03.2016

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101 Augsburg - Süd 23.03.2016

37 Jahre STADTZEITUNG

37 Jahre STADTZEITUNG Mittwoch, 23. März 2016 Seite 11 AUGSBURG Wer sagt hier die Wahrheit? PROZESS / Flaschenwerfen und Prügeleien im Bus: Fünf Angeklagte, fünf Versionen hieß es in der vergangenenWoche vordem Augsburger Landgericht. KristinDeibl Augsburg. Die Angeklagten erfülltenjedes Klischee:Tätowiert bis ins Gesicht, geweitete Ohrlöcher, kurz geschorene Haare. Und biszu17Vorstrafen wegen verschiedenster Straftaten von Diebstahl bis Totschlag. Weil die fünf in einem Bus massiv randaliert haben sollen, waren sie 2015 bereits vom Augsburger Amtsgericht verurteilt worden. In der vergangenen Woche fand an zwei Tagennun die Berufungsverhandlung statt, in der Angeklagte und Zeugen die unterschiedlichsten Versionen des Vorfalls präsentierten. Laut Anklage sollen die vier zwischen 30 und 33 Jahre alten Männer und eine 26-jährige Frau am 2. Februar 2013 gegen 16.30 Uhr ineinem Bus der Linie 34 herumgeschrien und Bier verschüttet haben. Als der Busfahrer sie daraufhin des Busses verwies, sollen sie auf diesen und einen weiteren Fahrgast,der ihm zu Hilfe kommen wollte, losgegangen sein, die beiden geschlagen und getreten haben. Im Anschlusshättensie mit Bier- und Wodkaflaschen geschmissen, wobei eine Flasche die Frontscheibe des Busses durchschlug und eine weitere den Fahrgast knapp über dem Auge traf. Das Amtsgericht Augsburg hatte die erheblich vorbestraften Männer wegengefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung zu Freiheitsstrafen zwischen zwei Jahren vier Monatenund zwei Jahren acht Monaten verurteilt. Die zweijährige Haftstrafe der 26-Jährigen wurde zur Bewährung ausgesetzt. Angesichts der Persönlichkeiten und Vorstrafen der Angeklagten hielt die Staatsanwaltschaft das Urteil des Amtsgerichts für zu milde und legte Berufung ein. Auch die Angeklagtenwaren mitihren Strafen nicht einverstanden und wandten sich gegen den Beschluss des Gerichts. In der erneuten Verhandlung waren sich die Angeklagtenzumindest darübereinig, vordem Landgericht aussagen zuwollen. Auch in einzelnenPunkten der Geschehnisse stimmten sie überein. Sie wären laut gewesenimBus, der Busfahrer habe sie aufgefordert auszusteigen, ein Fahrgast sei schließlich zu ihnen gekommen, um den Busfahrer zu unterstützen und die 26-jährige Angeklagte habedie- Bargeld und Schmuck gestohlen Augsburg. Bislang unbekannte TätersindamFreitaginder vergangenen Woche zwischen 10.45 und 11.45 Uhr inein Anwesen in der Breslauer Straße eingebrochen. Der oder die Täter überwanden mit brachialer Gewalt den Schließmechanismus der Haustüre und durchwühlten mehrere Schränke imganzen Haus. Letztendlich nahmen sie Bargeld und Schmuck imunteren vierstelligen Eurobereich mit, der angerichtete Sachschaden beläuft sich auf mehrere hundert Euro. Möglicherweise wurde das Anwesen zuvor ausgekundschaftet,was anhand anderweitigerZeugenaussagen durchaus plausibel scheine, sodie Polizei. Im Bereich der Klausstraße seien kurz zuvor ebenfalls zwei verdächtige Männer gesehen worden.(pm) sen daraufhin geohrfeigt –und seivon ihm festgehaltenund in einen Sitz gedrückt worden. Was aber die weiteren Abläufe angeht,hatte jeder der fünf seine ganz eigene Version. Der 31-jährige Boris B. (alle Namen geändert) etwa sagte aus, er seiausgestiegenund habe sich vom Bus entfernt, als die Rangelei begann. Erst als der 34-jährige Marco M. gekommen sei und ihm erzählt habe, dass die 26-Jährige von dem Fahrgast zunehmend bedrängt würde, sei er zurück gelaufen. Dort habe ihm der Fahrgast gleich eine Flasche anden Kopf geworfen, er habe eine Platzwunde erlitten und sei kurz bewusstlos gewesen. Als er wieder zu sich gekommen sei, habe er gesehen, wiedie Mitangeklagte den Fahrgast in den Bauchtrat, während M. Flasche um Flascheaus dem Bierkasten genommen und in den Bus geworfen hätte. Er selbst habe sich nicht einmischen wollen, da er zum einen stark geblutet hätte und zu dieser Zeit aufBewährung gewesen sei. Marco M. erzählte die gleiche Geschichte etwas anders: Er sei der AngeklagtenzuHilfe geeilt, habe den Fahrgast darauf hingewiesen, dass er sie inRuhe lassen solle und habe schließlich inseiner Verzweiflung begonnen, mit Flaschen zu werfen. „Ich wusste mir nicht anders zuhelfen“, erklärte er dem Gericht. Dann sei Boris B. gekommen –unverletzt –und habe ihn beim Flaschenwerfen unterstützt. Wiedieser sich verletzt hätte,wisse er nicht. Schließlich berichtete auch der Fahrgast als Zeuge von den Vorfällen aus seiner Sicht: Er habe mit der Angeklagten gekämpft, die „außer sich“ gewesen sei. Wer alles Flaschen geworfen hätte, könne er nichtgenau sagen. Er selbst habe definitiv keine Flasche auf Boris B. geworfen. Dieser sei gestürzt und habe sich dabei die Platzwunde zugezogen. Insgesamtbekam dasGericht zu zahlreichen Details die unterschiedlichsten Angaben zu hören. Weraus Sicht des Richters die Wahrheit sagt, hätte sich eigentlichnochinder gleichen Woche herausstellen sollen. Doch der Busfahrer,der als Zeuge aussagen sollte, war bislang „nicht auffindbar“, wie es ein Gerichtssprecher ausdrückte.Die Verhandlungsoll nunim Aprilweitergeführtwerden. BeimDiebstahlerwischt Augsburg. Ein Ladendieb ist am vergangenen Freitag beim Diebstahl vonzweiFlakons Parfüm erwischt worden. Wie sich herausstellte wurde der Mann bereits wegen räuberischen Diebstahls gesucht. Eine durch den Ladendetektiv gerufene Streife konnte den 37-Jährigen festnehmen. Während der Durchsuchung fanden die Beamten neben Betäubungsmittelutensilien noch ein Werkzeug zur Entfernung von Diebstahlsicherungen.(pm) p.P. ab 3351€ Frühbucheraktion bis 31.5.2016 14.11.2016 Mein Schiff4 Mittelamerika ab/bisJamaika Ihre Kreuzfahrtroute: Montego Bay –Seetag –Cozumel –Belize City –Roatán–Seetag –Puerto Limón–Colón –Cartagena–Seetag –Santo Domingo –La Romana –Seetag –Ocho Rios –Montego Bay Reisewelt24Bonus: Transfer ab Augsburg Tagesausfluginder DominikanischenRepublik Reisewelt24Reisebegleitung(ab 16 Teilnehmer) FaszinationMeinSchiff! Reisewelt24 Andreas Stetter kommen Sie zu unseremexklusivenKundenabend am06.04.2016inAugsburg: Sektempfang,kleiner Imbiss,authentischePräsentation. Anmeldungerforderlich!Limitierte Plätze! Tel.0821/44401120 Mit der Osterbrunnenfahrt Fränkische Schweiz Do., 31.03.2016 die Region erleben: Tagesfahrt Dehner Blumenpark Do., 14.04.2016 Es gelten die AGBs des Veranstalters: TUICruises GmbH,20537 Hamburg & (08 21)4970667 –www.reisewelt24.de info@reiswelt24.de 10-mal in Schwaben –auch in Ihrer Nähe: Augsburg (Kobelweg) –Babenhausen –Gersthofen – Günzburg –Königsbrunn –Krumbach –Meitingen – Mering –Mindelheim –Schwabmünchen 06.15 Uhr Schwabmünchen Volksfestplatz 06.35 Uhr Königsbrunn Parkplatz P2 der Königstherme 06.55 Uhr Augsburg Plärrer auf Möbelhausseite an der Straße 07.10 Uhr Gersthofen Haltestelle Festplatz 07.20 Uhr Langweid Haltestelle Waage 07.30 Uhr Meitingen Bahnhof,Innerorts Osterbrunnentour mit größtem Osterbrunnen der Welt in Bieberbach –Sie sehen verschiedene Osterbrunnen –die ungefähre Route: Egloffstein –Wannbach –Moggast –Gößweinstein –Kleingesee –Bieberbach –Affalterthal. Heimreise um 15.45 Uhr nach Augsburg usw. Rückkehr bis spätestens 19.30 Uhr.–Programmänderungen vorbehalten – VERANSTALTUNGSKALENDER 2016: MÄRZ 31.03.: Osterbrunnen –Tagesfahrt mit Bieberbach APRIL 14.04.: Dehner Blumenpark MAI 12.05.: Dehner Blumenpark (Schnittrosenschau) 29.05.: Wemding, Fuchsienmarkt +„Maria Brünnlein“ JUNI 06.06.: Insel Mainau 22.06.: Altmühltal inkl. Schifffahrt 30.06.: Landesgartenschau Öhringen Preis/Pers €33,- 10.00 Uhr Schwabmünchen Volksfestplatz 10.20 Uhr Königsbrunn Parkplatz P2 der Königstherme 10.40 Uhr Augsburg Plärrer auf Möbelhausseite an der Straße 10.55 Uhr Gersthofen Haltestelle Festplatz 11.05 Uhr Langweid Haltestelle Waage 11.15 Uhr Meitingen Bahnhof,Innerorts Fahrt nach Rain, Dehner –Ankunft gegen 12.00 Uhr Rückfahrt um 16.00 Uhr –Rückkehr um ca. 18.00 Uhr in Schwabmünchen Für mobilitätsbehinderte Menschen steht eine Rollstuhlrampe sowie im Bus ein Rollstuhlplatz zur Verfügung. Die Busse sind klimatisiert und mit modernen Fahrgastinformationsanlagen ausgestattet. Jetzt anmelden: Preis/Pers ab€ 9,-

Seite 8 Mittwoch, 23. März 2016 37 Jahre STADTZEITUNG AUS DER REGION DieICE-Strecke zwischenUlm und Augsburgwurde in denBundesverkehrswegeplan aufgenommen. Damit gehörtsie zu den vorrangigenVerkehrsprojekten und könnteinden kommenden 15 Jahren ausgebautwerden. Foto: carso80-123rf.de Dreigleisigdurch die Region VERKEHR I / Trassen-Ausbauzwischen Augsburgund Ulm ist Teil des Bundesverkehrswegeplanes. Aufnahme ist abernoch keineGarantiefür Umsetzung. KristinDeibl Augsburg-Land. Bahn frei fürs dritte Gleis:ZwischenAugsburg und Ulmkönnteesbald schneller gehen. Für den Ausbau der ICE-Strecke hat die Bundesregierung nun eine wichtige Weichegestellt. Verkehrsminister Alexander Dobrindt stellte vergangene Woche den Bundesverkehrswegeplan vor. Nun steht fest: Die ICE-Strecke Augsburg – Ulm könnte bald ausgebautwerden. Als Teil des Verkehrswegeplanes zählt der Ausbau zu den dringlichen Projekten, die in denkommenden 15 Jahren umgesetztwerden sollen. Lange Zeit war nicht klar, ob und wie das Projekt realisiert wird. Zwei verschiedene Möglichkeiten standen zur Debatte, diemituntergroßenProtest verursachten. Die „Variante Burgau“ sah den Neubau einer etwa 30 Kilometer langen ICE- Schnellbahn-Trasse nördlich der A8 quer durch die Westlichen Wälder vor. Das sei, „ein Milliardenaufwand für fünf Minuten Zeitgewinn“, monierte man etwa in Zusmarshausen – und behielt recht. Denn diese Variante istnun vomTisch. Stattdessensoll diebestehende Strecke ausgebaut und teilweise begradigt werden. „Der Ausbau der Bahnstrecke Augsburg –Ulm ist das bedeutendste Infrastrukturprojekt für die Region Augsburg und Schwaben“,freutesichder Augsburger CDU-Abgeordnete Volker Ullrich, der Mitglied imVerkehrsausschuss des Bundestags ist. „Mit dem klaren Bekenntnis ist mittelfristig eine Beschleunigung des ICE-Verkehrs von Augsburg nach Ulm, Stuttgart und ins Rhein-Main-Gebiet verbunden. Das stärkt den BahnknotenpunktAugsburg.“ Bereits 1992 wurde der Abschnitt der Strecke zwischen Augsburg und Dinkelscherben fertiggestellt. Seitdem jedoch ging kaum noch etwas voran, obwohl die Teilstrecke zwischen Ulm und Augsburg auf der sogenannten transeuropäischen Magistrale einen schwierigenEngpass darstellt.Die Magistrale verbindet als internationale Hochgeschwindigkeitsstrecke Parisund Budapest.Auf der Strecke liegen unter anderem Karlsruhe, Stuttgart, Ulm, Augsburg und München. Schon seit Jahren werden die Fernzüge zwischen Ulm und Augsburg ausgebremst. Erst mit dem Beginn des Projekts „Stuttgart 21“, das auch eine Schnellstrecke zwischen Stuttgartund Ulmbeinhaltet, rückte die Notwendigkeit des Ausbaus wieder mehr Der Bundesverkehrswegeplan Der Bundesverkehrswegeplan (BVWP) ist ein Planungsinstrument der Bundesregierung. Er legt fest, welche Autobahnen, Bundesstraßen, Bahnstrecken und Wasserwege in den nächsten 15 bis 20 Jahren ausgebaut werden sollen. Der derzeit gültige BVWP wurde im Juli 2003 von der Bundesregierungund im Juli 2004 als Anlage zuden Ausbaugesetzenvom Deutschen Bundestagbeschlossen. Die aktuellen Ausbaugesetze sollen bis Ende Dezember im Parlament beschlossen werden. Bis zu einer tatsächlichen Baufreigabe folgen den Ausbaugesetzen zunächst Fünfjahrespläne (Investitionsrahmenplan) und dann die Finanzierung, die der Haushaltsausschuss im Rahmen seiner jährlichen Haushaltsberatungen bewilligt. Für den neuen BVWP 2030 wurden mehr als2500 Infrastrukturprojekte angemeldet, die hinsichtlich ihres Nutzen-Kosten-Verhältnisses, einer Alternativenprüfung und der zu erwartenden Projektwirkungen – auch in Bezug auf umweltund naturschutzfachliche sowie raumordnerische und städtebauliche Effekte –im Verlauf der vergangenen 18 Monate von externen Gutachtern untersucht und bewertet wurden. in den Fokus. „Stuttgart 21“soll voraussichtlich 2021 fertig sein, dann sollen drei oder vier statt wie bisher zwei Fernzüge pro Stunde auf der Strecke fahren. Das würde den Engpass noch verschärfen. Doch dass der Ausbau nun Teil des Bundesverkehrswegeplanes ist, bedeutet nicht, dass sofort mit den Arbeiten begonnen wird. Das Verkehrsprojekt wird von der Bundesregierung aber vorrangig behandelt. So rechnet etwa Markus Ferber, Vorsitzender der CSU Schwaben, damit, dass bis 2020 ein Baurecht vorliegen wird. Und SPD-Abgeordnete Ulrike Bahr verspricht: „Ich werde mich im Deutschen Bundestag dafür einsetzen, dass wir die entsprechenden Ausbaugesetze noch in diesem Jahr verabschieden können.“ Bis der ICE dreigleisig durch das westliche Augsburger Land heizt, brauchen die Pendler in jedem Fall noch etwas Geduld. In der Fuggerstadt freut man sich freilich dennoch über das positive Signal aus Berlin. „Attraktive Zugverbindungen sowohl im Fern-als auch im Nahverkehr sind für den Wirtschaftsraum Augsburg ein wichtiger Standortfaktor“, frohlockt Finanzreferentin Eva Weber. „Grundlage dafür ist ein leistungsfähiges Schienennetz.“ Freude über den neuen Bundesverkehrswegeplan gibt es im Augsburger Land auch auf der Straße. Denn die Umfahrung der B-300 für Diedorf hat es ebenfalls in das Programm geschafft. Die Anwohner in der Marktgemeinde setzen sich seit Jahren für eine Entlastungein. „Inder Vergangenheit oftdavon abgewichen“ Mahnende Wortefindet indes die Augsburger Grünen-Bundestagsabgeordnete Claudia Roth: „Der Bundesverkehrswegeplan ist unehrlich, denn zu viele hegenweiter die Hoffnung darauf, dass ausgerechnet ihr Projekt noch kommen wird. Der Bundesverkehrswegeplan ist jedoch nur ein sehr grober Rahmen, von dem in der Vergangenheit oft abgewichen wurde.“ Osttangentehat’s geschafft VERKEHR II / Auchdie Verbindung zwischen A8 und B17wirdaufgenommen. Im südlichen Landkreis ist man davonmancherortsgar nichtbegeistert. Augsburg-Land/Aichach. Die Osttangente hat es in den vordringlichenBedarf desBundesverkehrswegeplans geschafft. Sie soll die A8 ab der Abfahrt Derching mit der B17südlich von Augsburg verbinden und aufdiesem WegOrtsumfahrungen für Kissing und Mering bringen. Außerdem hofft Friedberg auf eine Entlastung vom B-300-Durchgangsverkehr. Das Projekt hat aber auch Gegner, die den Flächenverbrauchkritisieren, die Verkehrsentlastung bezweifeln und stattdessen davon ausgehen, dass eine solche Trasse nur noch mehr Verkehr nach sich ziehen wird. Positive Einflüsse für den Wirtschaftsstandort verspricht sich dagegendie IHK Schwaben. Die Osttangente umfasst vier Bauabschnitte. Prioritär ist der Ausbau von der A8zum Chippenham-Ring in Friedberg sowie dieUmfahrung vonKissing und Mering. CSU-LandtagsabgeordneterPeter Tomaschkoist froh, dass es nun die Möglichkeit gibt, diese Kommunen vom Durchgangssowie dem innerörtlichen Schleichverkehr zu befreien. „Das geht nur mit der Osttangente.“ Wie sie konkret aussehen soll, könne man nach der endgültigen Verabschiedung des Bundesverkehrswegeplans in Ruhe überlegen. Erst dadurch, dass die komplette Strecke von der A8 zur B17 angedacht Die Osttangente soll künftig die A8und die B17verbinden. Foto:Archiv wird, werden die einzelnen Bauabschnitte möglich –viel- Im südlichenLandkreis hat sich ein Aktionsbündnisgegen die Verbindungsstraße gebildet. Foto: AKO leicht auch,ohneinabsehbarer Zeit die komplette Osttangente zu verwirklichen. Denn: Im Bundesverkehrswegeplan gibt es Baumaßnahmen im vordringlichen und imweiteren Bedarf. Nur erstere haben inden nächsten Jahrenechte Aussichtenauf Erfolg. Die Gegner der Osttangente hoffen freilich auf das Gegenteil. „Wir werden in den nächsten Jahren erleben, dass eine Autobahn durch unsereHeimat gebaut werden soll, die massiv den überregionalen Verkehr anziehen wird und die von der Mehrheit der Bevölkerung klar abgelehnt wird“, kritisiert Wolfhard vonThienen vom Aktionsbündnis „Keine Osttangente“.Linksund rechts vonder Straße würden Gewerbe- und Industriegebiete entstehen, prognostiziert er. „Vonder Heimat, wie wir sie jetzt kennen, wird dann nicht mehrviel übrig sein und das politische Leben in unserer Region wird jahrelang durch die scharfe Auseinandersetzung zwischen Gegnern undBefürwortern der Autobahn geprägt sein.“ Die Öffentlichkeit kann sich in den kommenden sechs Wochen mit Stellungnahmen beteiligen. Dann wird eine überarbeitete Fassung mittels Kabinettsbeschluss ins Parlament eingebracht.(cal/jaf)

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