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101 Augsburg - Süd 28.12.2016

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37 Jahre STADTZEITUNG

37 Jahre STADTZEITUNG Mittwoch, 28. Dezember 2016 Seite 9 Medizin Innovation bei Kopfschmerzen –ANZEIGE – Natürliche Kopfschmerztablette schenktMillionen DeutschenHoffnung Kopfschmerzen zählen in Deutschland mittlerweile zu den großen Volkskrankheiten: Etwa zwei Drittel der Erwachsenen leiden regelmäßig darunter. Jetzt gibt es endlich eine natürliche Kopfschmerztablette, die Kopfschmerzen mit der 5-fachen Kraft der Natur den Kampf ansagt – und das ohne bekannte Neben- oder Wechselwirkungen (Neodolor,Apotheke)! Kopfschmerzen – werkennt sienicht? Ziehen, Hämmern, Pochen – Kopfschmerzen äußern sich oft verschieden. Aber eines haben sie gemeinsam: Sie können extrem unangenehm werden und mitunter sogar jede Aktivität lähmen. Als häufigste Kopfschmerzarten gelten Spannungskopfschmerz und Migräne. Die gute Nachrichtfür MillionenBetroffene: Sie können ihre Beschwerden jetzt mit einer natürlichen Kopfschmerztablette namens Neodolor bekämpfen. Neodolor ist die erste Kopfschmerztablette, die mit einemnatürlichen5-fach-Wirk- komplex bei Kopfschmerzen, Migräne und Nervenschmerzenzugelassen ist. 5-fach-Wirkkomplex ausder Naturüberzeugt Das zugelassene Arzneimittel enthält einen Wirkstoffkomplex aus sorgfältig ausgewählten Arzneipflanzen, die sich inder Behandlung verschiedenster Kopfschmerzarten bewährt haben. In spezieller Dosierungkombiniert, bekämpfen sie die Beschwerden mit 5-facher Naturkraft. Die in Neodolor enthaltenen Arzneistoffe Gelsemium sempervirens, Iris versicolorund Cimicifuga racemosa wirken wissenschaftlichen Studien zufolge sogar lindernd bei migränebedingten Kopfschmerzen undNervenschmerzen. OptimaleKombination– wirksamund verträglich Neodolor verspricht nicht nur wirksame Hilfe, wenn es im Kopf dröhnt, zieht oder pocht. Es ist zudem auch bestens verträglich. Nebenoder Wechselwirkungensind nicht bekannt. Daher ist die natürliche Kopfschmerztablette auch füreinelängerfristige Einnahme optimal geeignet. * Neodolor ist rezeptfrei in jeder Apotheke erhältlich. Unser Tipp: Bei Kopfschmerzen einfach ausprobieren! Belasten Sie Ihren Körper nicht unnötig mit Chemie! Neodolor bekämpft Kopfschmerzen, Migräne und Nervenschmerzen effektiv und hat keine bekannten Neben- oder Wechselwirkungen. Zur Vorlage bei Ihrem Apotheker: Neodolor (PZN 12350521) NEODOLOR.Wirkstoffe:Gelsemium sempervirens Trit.D2, SpigeliaanthelmiaTrit. D2,IrisversicolorTrit. D2,Cyclamenpurpurascens Trit.D3, Cimicifuga racemosa Trit.D2. Homöopathisches Arzneimittelbei Kopfschmerzen;Migräne;Nervenschmerzen.•Zu Risikenund Nebenwirkungen lesen Siedie Packungsbeilageund fragen SieIhren Arztoder Apotheker.•PharmaFGP GmbH, 82166Gräfelfing.•*DieEinnahme vonArzneimitteln über längereZeitsollte nach ärztlichem Raterfolgen. Was hilft bei störenden Pigmentflecken? Neue Spezialcreme liefertdie Antwort MÜDE KNOCHEN, „EINGEROSTETE“ GELENKE? Forscherentwickeln Spezial-Komplex für Knochenund Gelenke Sie haben das Gefühl, nicht mehr so beweglich zu sein wie früher? Das Knie und die Hüfte fühlen sich manchmal wie eingerostet anund auch die Knochen sind nicht mehr die jüngsten? Dann kommt hier die gute Nachricht: Forscher haben einenspeziellenMikro-Nährstoffkomplex für gesunde Gelenkeund Knochenentwickelt. vorher Wieentstehen Pigmentflecken? Pigmentflecken resultieren auseiner Überproduktion des körpereigenen Hautfarbstoffs Melanin. Diese Überproduktion wird meist durch die UV-Strahlung ausgelöst und zeigt sich durch braune Flecken auf der Haut. Mit zunehmendem Alter baut die Haut Melanin zudem immer schlechter ab. Dadurch wird die Bildung von Pigmentflecken begünstigt. Die gute Nachricht: Es gibt nun eine innovative Spezialcreme, die Pigmentflecken effektiv bekämpft (Lentisol, Apotheke). Waskanndie neue Spezialcreme? Lentisol ist eine Spezialcreme mit einzigartigem Anti-Pigment-Komplex. Sie lässt Pigmentflecken sofort verschwinden, schützt vor neuen Flecken und reduziert sie längerfristig. Wie das funktioniert?Lentisolenthält mikroverkapselte Pigmente, die Pigmentflecken sofort beim Auftragen kaschieren. Zudem schützt die Spezialcreme vor der UV-bedingten Entstehung neuer Flecken dank demhohenLichtschutzfaktor 50+. Darüber hinaus sorgt die Formulierung mit demAktivstoff Hydroxyphenoxypropionsäure für eine längerfristige Reduzierung derPigmentflecken. Genial: Lentisol ersetzt sogar dietäglichePflegeund das Make-up. VonDermatologen wurde die Hautverträglichkeitmit „sehrgut“bewertet. Wassagen Experten über dieSpezialcreme? Lentisol ist eine echte Innovation, dasind sich die Experten einig. So sagt Bastian Baasch, Derma- Experte, über die Spezialcreme: „Nach jahrelanger Forschung gibt es mit Lentisol nun endlich die Lösung bei Pigmentflecken. Es kombiniert spezielle Inhaltsstoffegegen Pigmentflecken mit einem sehr hohen Lichtschutzfaktor und einer angenehm leichten Textur. Dasist einzigartig!“ Abbildungen Betroffenen nachempfunden. Für Ihren Apotheker: Lentisol (PZN 11008080) nachher PigmentfleckenimGesicht?Davon istinDeutschland fast jederüber50betroffen, vorallem Frauen.Viele vonihnen wünschensich, eine Lösung gegendie unliebsamenFleckenzu finden.Eineinnovative Spezialcreme ausder Apotheke machtdas jetzt möglich: Siebekämpft Pigmentfleckeneffektivund beugtihnensogar vor. DasPlusfür eingerostete Gelenke Steifheit und Unbeweglichkeit in den Gelenken sind zwar keine Krankheit, können Betroffene jedoch sehr belasten. Ein Grund für müde, eingerostete Gelenke kann sein, dass die Gelenke im Alter nicht mehr ausreichend mit Mikro-Nährstoffen versorgt werden. Unsere Experten empfehlen daher, die Gelenke mit gelenkaktiven Mikro-Nährstoffen und speziellen Knorpelbestandteilenzuversorgen.So kann eine reibungslose Gelenkfunktion gewährleistet werden. Aufwendigentwickelter Mikro- Nährstoffkomplex Wissenschaftlerhaben die wichtigsten Nährstoffe für gesunde Gelenke, Knorpel und Knochen identifiziert: In Rubax Gelenknahrung sind diese ineiner speziellen Zusammensetzung enthalten. Der Nährstoffkomplex beinhaltet die vier wichtigen Gelenkbausteine Kollagenhydrolysat, Glucosamin, Chondroitinsulfat und Hyaluronsäure. Außerdem enthält Rubax Gelenknahrung 20wichtige Vitamine und Mineralstoffe. Diese unterstützen beispielsweise eine gesunde Funktion von Knorpel und Knochen, schützen die Zellen vor oxidativem Stress und tragen zur Erhaltung gesunder Knochenbei. Neue Kraft für Gelenkeund Knochen Tanken Sie neue Kraft für Ihre Gelenke: Rubax Gelenknahrung ist optimalfür einenregelmäßigen und langfristigen Verzehr geeignet. Wir empfehlen einen Verzehr von Rubax Gelenknahrung über mindestens4,besser8Wochen. Mit Rubax Gelenknahrung können Sie selbst etwas dafür tun, dass Ihre Gelenke auch in fortgeschrittenem Alter gesund bleiben. Einfach einmal täglich Rubax Gelenknahrung – Ihre Gelenke und Knochen werdenesIhnen danken. Fazit: Rubax Gelenknahrung versorgt müde Gelenke mit den wichtigsten Nährstoffen.Dank des aufwendig entwickelten Mikro-Nährstoffkomplexes können die Gelenke bis ins hohe Alter gesund und beweglichbleiben. Merkzettel zur Vorlage für Ihren Apotheker: Rubax Gelenknahrung (PZN 11222287)

Seite 10 Mittwoch, 28. Dezember 2016 37 Jahre STADTZEITUNG AUGSBURG®ION WoAugsburg jetzt alpin ist ERÖFFNUNG/Vonder Müllentsorgung zur Naherholung: Die Wanderwegeauf dem Müllbergsind jetzt für Spaziergänger geöffnet. Obenwartet ein fantastischer Blickauf Augsburg. Hans Blöchl 900 Helfer im Freiwilligen Zentrum ENGAGEMENT / 20 Jahre: Einrichtung bereitet sich vorauf runden Geburtstag vor. Augsburg. Wo gibt es die beste Aussicht auf Augsburg und die Umgebung? Das war bisher vielleicht auf dem Hotelturm, auch vom Perlachturm kann man die Stadt gut übersehen. Jetzt bietet aber eindeutig die neue Attraktion den herrlichsten Blick. Das neue Naherholungsgebiet um und auf dem Müllberg. 55 Meterhocherhebt er sich ausder Lech-Ebene zwischen Gersthofen und Augsburg.Man siehtdie ganzeStadt, die Kamine und Hochhäuser, den Flughafen und den Lechverlauf, die kleinen Häuschen von „Siebenhäusle“und dieAutobahnbrücke. Ein wirklicher Panoramablick erwartet den Wanderer, der zum Gipfel kommt. Von der Natur zum Müll und wieder zurück Recyclingist ein Wort,das vor allem im Zusammenhang mit der Abfallentsorgung gebraucht wird. Eine besondere Art von „Recycling“ fand nunhier ihren Abschluss. Natürlich kann dabei die Frage gestellt werden, ob es sich um Recycling im klassischen Sinne handelt. Was früher Natur war, wurde vom Menschen geändert. Über 7,5 Millionen Tonnen Müll und Abfälle unterschiedlichsterArt haben sich zueinem künstlichen Berg getürmt,der sich aufseine durchaus imposante Höhe emporhebt. Die Reste menschlichen Lebens und Handelns waren und sind nicht ungefährlich, deshalb war das Gelände auch über Jahrzehnte nicht zugänglich. Jetzt wird ein Stück „künstlicher“ Natur wieder zur Nutzung für Freizeit und Erholung freigegeben. Mit einem kleinen Festakt übergab Augsburgs Umweltreferent Reiner Erben das Naherholungsgebiet am Müllberg der Öffentlichkeit. Ab sofort ist es für Spaziergänger und Wanderer mit kleinen Einschränkungen zugänglich. AmEröffnungstagpfiff zwar ein kalter Wind über den Berg, trotzdem waren viele Interessenten gekommen, umsich die neueAttraktion anzusehen. Seit 1956 gibt es die Deponie Der wohl schönste Blick auf AugsburgerwartetSpaziergänger,die den Müllbergerklimmen. am östlichen Lechufer. Damals zwar nicht unumstritten, aber lange nicht so problematisiert wie dies heute bei ähnlichen Projektender Fall ist, wurde auf der Deponie Nord über Jahre Müll ziemlich bunt gemischt eingelagert. Manche gesundheitliche Gefahren, die man heute sieht, waren nicht bekannt oder fanden geringe Beachtung. Die Folgen der früher relativ unkontrollierten Ablagerung waren und sind noch heute zu spüren. So musste die Deponie vor Jahren mit einem Millionenaufwand saniert werden, weil mit dem Grundwasser auch Schadstoffe inden Lech gelangten. Durch die Reaktion der StoffeimUntergrund bilden sich Gase, die explosiv und teilweiseauchgiftigsind. Im Inneren herrschen Temperaturen vonbis zu mehrals 50 Grad. In den Gasbrunnen, die auf dem Gelände zu sehen sind, werden diese Gase gesammelt und zur Energiegewinnungverwendet. Mit dem zunehmenden Umweltdenken änderte sich auch die Nutzung der Deponie. Seit 1994 wird kein Restmüll mehr eingelagert, eswird nur noch Abfallmaterial abgeliefert, dass zur Verfüllung geeignet ist und dieUmwelt wenigerbelastetals früher. 2023 soll dann die Deponie endgültig geschlossen werden. Bereits 1988 haben die Städte Augsburg und Gersthofen einen „Deponievertrag“ geschlossen, in dem diezukünftig beabsichtigte Nutzung mit Begrünung des Areals geregelt wurde. Darin war eben auch von einer späteren Nutzung als Erholungsgebiet die Rede. Es sollten aber noch Zigtausende Laster mit den Hinterlassenschaften menschlichen Wirtschaftens angeliefert werden, bevor diese Absicht langsam in die Umsetzungsphase gehen konnte. Zwei Zugänge sind möglich Mit einem Beschluss von 2013 wurde die Teilöffnung des Geländes für die Öffentlichkeit beschlossen. Mit einem Vertrag an dem auch der Landkreis Augsburg beteiligt war, wurde das Vorhaben besiegelt. Die Kosten wurden zwischen den beteiligten Parteien aufgeteilt. Rund 760 000 Euro hatdie Neugestaltung gekostet, unter anderem musste eine aufwändige Holzbrücke errichtet werden. 4,6 Kilometer Holzzäune wurden aufgestellt, Sicherheitsabsperrungen und Schrankendienen dem Schutz der Besucher. Verschiedene Gutachten wurden angefertigt. Eine Untersuchung ergab, dass sich durch Foto: Hans Blöchl die nach der begonnenen Begrünung gegebene Ungestörtheit auf der Deponie eine vielfältige und schützenswerteFauna und Flora gebildet hatte. Dem Schutz dieser wieder entstandenen Naturvielfalt wird jetztRechnunggetragen, indem die Wege eingezäunt sind und nicht verlassen werden dürfen. Auch andere Aktivitäten wie Radfahren, Reiten, ein Feuer machen oder Zelten sind verboten. Auch durch das Nebeneinander von Erholungssuchenden und dem bis auf weiteres noch normalen Betrieb der Deponie waren umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen erforderlich. Der Zugang ist an zwei Stellen durch Drehkreuze möglich. Zum einen gelangt man vom Ende des Jagdwegs in der Firnhaberau über die kleine Brücke über die Autobahn. Der zweite Eingang istauf der Lechseiteetwas südlich des Europaweihers in Gersthofen. Die Zugänge sind vonOktober bis März, von 8bis 16 Uhr, und von April bis September, von8bis 18 Uhr, offen. Danach können Besucher zwar noch heraus –aber nicht mehrhinein. Dem Verdauungsspaziergang von Weihnachtsgans oder Silvesterbuffet auf AugsburgsneuesterAttraktion steht nunnichts mehrimWege. Augsburg. 20 Jahrenachseiner Gründung präsentierte das Freiwilligen-Zentrum (FZ) Augsburg zum Internationalen Tagdes Ehrenamtes seine Planungen für seinen runden Geburtstag imJahr 2017. Als ein Teil des Modellverbundes des Deutschen Caritasverbandes wurde das FZ im Dezember 1996 zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert und nahm seine Arbeit im Januar 1997 auf. Auseinerkleinen Einrichtung hat essich zueinem „ausgewachsenen“ Freiwilligen-Zentrum entwickelt mit heutemehr als 900 Freiwilligen in seinen Projektenund zehn beruflichen Mitarbeitern. Annette Hilleist Mentorin im Projekt „change in“. Dort engagieren sich Schüler der8.Klasse aus allen Schularten für 40 Stunden in vielfältigen Einsatzstellen aus den Bereichen Soziales, Kultur undBildung.Zum Abschluss erhalten alle aktiven Schüler ein Zertifikat für ihren Einsatz. Die 60 freiwilligen Mentoren kümmernsichumeinen positiven Ablauf des Einsatzes und vermitteln bei Bedarf zwischen Eltern, Schülern und Einsatzstellen. Pro Schulhalbjahr gibt es eine Staffel des Projekts. Inder laufenden Runde von „change in“ engagieren sich 200 Schüler. Gerhard Scharf ist „Flüchtlingslotse“ und engagiertsichseit demvergangenen Jahr für Geflüchtete in Lechhausen. Für diesen Einsatz wurde er vom FZgeschult und unterstützt die Geflüchteteninzwischen nichtnur beiihrem Ankommen inAugsburg, sondern auch bei der Suche nach Wohnung, Arbeit, Ausbildung und Weiterbildung. In den inzwischen 13 Helferkreisen in den Stadtteilen sind mehr als 300 Bürger aktiv und unterstützendie Integration der zugewanderten Menschen in Augsburg. Vermittlung und Beratung in bürgerschaftliches Engagementdurch diefreiwilligen Engagementberater ist ein „Herzstück“ der Arbeit des FZ. Interessiertenwerden nicht nur die 16eigenen Projekte vorgestellt, sie können auch Kontakt zu passendenEinsatzstellen bei über300 Partnerorganisationen bekommen. In das Jubiläumsjahr des Freiwilligen-Zentrums Augsburg startet der Förderverein am Sonntag, 5. Februar. Der A-CappellaChor „Gregisback“ gestaltet ein Konzert zugunsten des Freiwilligen-Zentrums. Im März findet dann ein Festaktim Goldenen Saal des Rathauses statt, zu dem alle freiwillig Aktiveneingeladen werden. Geschäftsführer Wolfgang Krell (von links), Traute Born (Förderverein), Lesepatin Sigrid Willmer, „change-in“-Mentorin Annette Hille, Flüchtlingslotse Gerhard Scharf und Jutta Koch-Schramm (Förderverein) präsentierten das Freiwilligen-Zentrum zu seinem 20-jährigen Bestehen. Foto: Freiwilligen Zentrum 100Millionen Euro fürsWalzwerk WIRTSCHAFT / Die in Herbertshofen angesiedelten Lech-Stahlwerkeinformierten im Meitinger Bürgersaal über eine geplante Werkserweiterung. Peter Heider Meitingen. Zu einer Informationsveranstaltung über eine geplante Walzwerkerweiterung hatten die Lech–Stahlwerke kürzlich inden Meitinger Bürgersaal eingeladen –80Bürger waren gekommen. Die Befürchtung, dass eszu höheren Umweltbelastungen kommen könnte, lag im Raum. Einer der Besucher, der Herbertshofener Rudolf Rösner, ist skleptisch und meinte: „Je größer das Werk wird, umso mehr könnte die Umwelt belastet sein.“ Dem wiedersprach Stahlwerksgeschäftsführer Knut Rummler. Er erklärte, dass die Lech-Stahlwerke in den nächstenJahrenrund hundertMillionen Euro inLärmminderungsmaßnahmen und ineine neue Technologie investierenwollen. Diese Technologie sei notwendig, um die Produktqualität zu verbessern und den Erfordernissendes Marktesanzupassen. Nur sokönne man das Stahlwerk amMarkt halten und die Arbeitsplätze sichern. Herbertshofen seidas letzteStahlwerkin Deutschland, dasdieseTechnologie noch nicht habe. „Wir wollen alle Fragen klären“, so Rummler und wies auf diese freiwillige Veranstaltung mit frühzeitiger Bürgerinformation hin. Derimmissionsschutzrechtliche Genehmigungsantrag für die Walzwerkerweiterung sei bereits im Landratsamt Augsburg eingegangen. Die Behörde verlange als Voraussetzung für die Inbetriebnahme des Walzwerks eine Einhausung des Schrottplatzes als Teil eines umfangreichen Lärmminderungskonzepts,zudem sich die Lech-Stahlwerke in einem öffentlichen Vertrag verpflichtet haben. Diese Einhausung müsse bis 2019 fertiggestellt sein. Laut Rummler werde der Zeitplan eingehalten, man habe bereits drei Millionen Euro indie Schrottplatzeinhausung investiert. Somit sei die Inbetriebnahme des neuen Walzwerks erst für Ende 2018 oder Anfang Die Lech-StahlwerkeinHerbertshofen wollen100 Millionen Euro in eine Erneuerung ihres Walzwerkes investieren. Foto/Grafik: Lech–Stahlwerke 2019 vorgesehen. Herzstück der Baumaßnahmesei die Erweiterung der Walzstraße II, diesich im westlichen Teil des Werksgeländes befindet. Dazu müsse die Halle jedoch um rund 120 Meter verlängert werden. Die Verlängerung der Halle ziehe einen umfassenden Eingriff in die Werkslogistik nach sich. Verlagerungen von Kranwerkstatt, mechanischem Laborund Glühöfen seien ebenso geplant wieeine neue Lagerhalle neben dem FilterIV. Zur Neuordnung von Lagern im Freien soll die gesamte Nordwestfläche des Stahl- und Walzwerks befestigt werden. Zudem sollen Werksgleiserückgebaut und verlegt werden. Rummler und Kihm sprachen voneinerdeutlichen Lärmminderung durch die geplanten Maßnahmen. Auf kritische Nachfragen aus dem Besucherkreis, warum ein größeres Walzwerk zuweniger Lärm führen soll, erläuterten beide, dass dies Berechnungen am Computermodell ergeben hätten. Moderne Anlagen seien leiser, so der Stahlwerksgeschäftsführer, die lauten alten Anlagen sollen gleichzeitig abgebaut werden. Zudem erklärte Rummler, dass eine Erhöhung der erlaubten Jahresproduktion von derzeit 1,1 Millionen Tonnen nicht vorgesehen sei, denn es gehe um Modernisierungen und Erneuerungen, nicht um eine höhereProduktion. Wasser aus dem Lechkanal werdefür dieneue Kühlwasserversorgung nicht benötigt, denn es handle sich um einen geschlossenen Kühlwasserkreislauf, der aus eigenen Flachwasserbrunnen gespeist werden soll. Zu Beschwerden über Staubemissionen wurden Messungen des Landesamts für Umwelt durchgeführt. Es habe sich gezeigt, dass die Grenzwerte deutlich unterschritten würden. „Man habe die Staubemissionen bereits soweit wie möglich reduziert. Damit es aber keinen Staub mehr gäbe, müsste das Stahlwerk stillgelegt werden“, sagteRummler. Die Pläne für dieWalzwerkerweiterung werden während des Genehmigungsverfahrens noch öffentlichzur Ansicht ausgelegt.

StadtZeitung

102 Augsburg - West 02.03.2016
103 Augsburg - Ost 02.03.2016
104 Augsburg - Süd-Ost 02.03.2016
111 Königsbrunn 02.03.2016
112 Schwabmünchen 02.03.2016
113 Bobingen 02.03.2016
114 Augsburg - Haunstetten 02.03.2016
121 Neusäß 02.03.2016